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Anti-Mnemosyne

Aby Warburg, Neuroästhetik und die Abschaffung der Kunstgeschichte

Merve,
Buch
12,00 € Preisreferenz Nicht lieferbar

Kurzbeschreibung

Zwei jüngere Entwicklungen lassen eine kritische Auseinandersetzung mit der von Aby Warburg im Mnemosyne-Atlas entwickelten Methode, Bildmotive epochenübergreifend auf ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede hin zu befragen, besonders dringlich erscheinen: Zum einen, weil Warburg inzwischen weit über die Grenzen der Kunst- und Kulturwissenschaften hinaus rezipiert wird. Vor allem in der Neuroästhetik ist Warburg zum Stichwortgeber für eine Auffassung von Kunst geworden, die sich der Geschichte entledigen will. Zum anderen wird dieser naturwissenschaftliche Zugriff durch eine geradezu unheimliche Bewegung in der Kunstgeschichte flankiert, die mit dem Pictorial Turn im Rückgriff auf Warburg Kunstwerke und ihre Wirkung enthistorisiert und einen bestenfalls psychologischen, schlechtestenfalls mystischen Begriff der Kunst vertritt. Der Essay von Niklas Maak und Julia Voss vollzieht die Rezeptionsgeschichte Warburgs en détail nach und eröffnet eine kunsthistorische Grundsatzdebatte, die sich mit dieser neuen essentialistischen Kunstideologie auseinandersetzt.

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Anti-Mnemosyne
Autoren/Herausgeber: Niklas Maak, Julia Voss
Aus der Reihe: IMD

ISBN/EAN: 9783883963112

Seitenzahl: 120
Format: 17 x 12 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 90 g
Sprache: Deutsch

Niklas Maak (*1972), Kunsthistoriker und Journalist, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Architektur in Hamburg und Paris, lehrte u. a. als Gastprofessor Architekturgeschichte an der Städelschule Frankfurt sowie an den Universitäten Basel und Berlin.Julia Voss (*1974), Kunst- und Wissenschaftshistorikerin, Journalistin, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Freiburg, London und Berlin. Von 2001-2005 arbeitete sie am Ber¬liner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte.

Zwei jüngere Entwicklungen lassen eine kritische Auseinandersetzung mit der von Aby Warburg im Mnemosyne-Atlas entwickelten Methode, Bildmotive epochenübergreifend auf ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede hin zu befragen, besonders dringlich erscheinen: Zum einen, weil Warburg inzwischen weit über die Grenzen der Kunst- und Kulturwissenschaften hinaus rezipiert wird. Vor allem in der Neuroästhetik ist Warburg zum Stichwortgeber für eine Auffassung von Kunst geworden, die sich der Geschichte entledigen will. Zum anderen wird dieser naturwissenschaftliche Zugriff durch eine geradezu unheimliche Bewegung in der Kunstgeschichte flankiert, die mit dem Pictorial Turn im Rückgriff auf Warburg Kunstwerke und ihre Wirkung enthistorisiert und einen bestenfalls psychologischen, schlechtestenfalls mystischen Begriff der Kunst vertritt. Der Essay von Niklas Maak und Julia Voss vollzieht die Rezeptionsgeschichte Warburgs en détail nach und eröffnet eine kunsthistorische Grundsatzdebatte, die sich mit dieser neuen essentialistischen Kunstideologie auseinandersetzt.

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