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Antike Sklaverei zwischen Verdammung und Beschönigung

Kolloquium zur Rezeption antiker Sklaverei vom 17. bis 20. Jahrhundert

von
Buch
46,00 € Preisreferenz Lieferbar in 5-7 Tagen

Kurzbeschreibung

Eine uneingeschränkte Verdammung der Sklaverei ist heute selbstverständlich – im Gegensatz dazu fällt das Urteil über historische Sklavengesellschaften sehr unterschiedlich aus. Es ist beeinflusst durch Traditionen, variierende Geschichtsbilder, ein bestimmtes Geschichtsverständnis, aber auch durch verdeckte Legitimationsstrategien. Bemühungen, politische oder soziale Ordnungen zu stabilisieren, sind ebenso zu verzeichnen wie Versuche, etablierte Systeme durch Verweise auf die Sklavenaufstände in der Antike herauszufordern. Dies gilt insbesondere für Personen wie Spartacus, der den Sklavenaufstand in den Jahren 73–71 v. Chr. anführte. In den Dramen der Neuzeit, in Opern, in historischen Romanen und Filmen ist Spartacus Projektionsfläche ganz unterschiedlicher Erwartungen, von Forderungen nach einem menschenwürdigen Leben ebenso wie von Verschleierungen möglicherweise brisanter Ungleichheiten. Bei kaum einem anderen wissenschaftlichen Thema gelingt es so wenig, sich auf die Nüchternheit angeblicher historischer Wahrheiten zurückzuziehen und sich einer ethisch-moralischen Wertung zu entziehen, wie bei dem Thema Sklaverei.
In diesem Band befassen sich zehn namhafte Forscher mit der Rezeption antiker Sklaverei in Literatur, Film und Wissenschaft vom 17. bis ins 20. Jahrhundert.

Details
Schlagworte

Titel: Antike Sklaverei zwischen Verdammung und Beschönigung
Autoren/Herausgeber: Winfried Schmitz (Hrsg.)
Aus der Reihe: Forschungen zur antiken Sklaverei
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783515110891

Seitenzahl: 266
Format: 24 x 17 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 479 g
Sprache: Deutsch

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