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Ausschüttungsrestriktionen als Instrument der Kapitalerhaltung

Eine vergleichende Analyse von Nennkapitalsystem und Solvenztest unter Einbezug einer Monte-Carlo-Simulation

Eul, J,
Buch
57,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Eigentümer einer haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaft können die Haftungsmasse des Unternehmens reduzieren, indem sie Teile des Gesellschaftsvermögens in ihr Privatvermögen verlagern, und so das Insolvenzrisiko zu Lasten der Gläubiger steigern. Bei Barausschüttungen geht mit der Reduktion der Haftungsmasse ceteris paribus die Reduktion der liquiden Mittel einher. Ausschüttungen führen somit gleichzeitig zu einem höheren Risiko der Überschuldung und zu einem höheren Risiko der Zahlungsunfähigkeit.
Ausschüttungsrestriktionen sollen dazu beitragen, den hieraus gegebenenfalls entstehenden Konflikt zwischen Eigentümern und Gläubigern zu reduzieren. Das derzeit in der Zweiten EG-Richtlinie (Kapitalrichtlinie) verankerte Nennkapitalsystem begrenzt die zulässige Ausschüttungshöhe auf Basis aktueller Bilanz- und Ergebnisgrößen. Ausschüttungen sind nur zulässig, soweit das Unternehmen nach Ausschüttung noch über ein hinreichend hohes haftendes Eigenkapital verfügt. In den vergangenen Jahren geriet das Nennkapitalsystem in Kritik und von verschiedenen Seiten wurde vorgeschlagen, das Nennkapitalsystem durch einen Solvenztest zu ersetzen oder zu ergänzen. Gemäß dem Solvenztest wären Ausschüttungen nur zulässig, soweit das Unternehmen nach Ausschüttung über einen bestimmten Prognosezeitraum voraussichtlich noch zahlungsfähig bleibt.
Die bisher zum Vergleich von Nennkapitalsystem und Solvenztest erschienenen Arbeiten sind vorwiegend juristisch geprägt. Mit der vorliegenden Arbeit untersucht der Verfasser die Effektivität von Nennkapitalsystem und Solvenztest erstmals anhand einer Monte-Carlo-Simulation. Er formuliert zunächst Anforderungen, welche an Ausschüttungsrestriktionen hinsichtlich ihrer Effektivität zu stellen sind und vergleicht daraufhin im Rahmen der Monte-Carlo-Simulation die Effektivität eines objektiviert simulierten Nennkapitalsystems mit der eines objektiviert simulierten Solvenztests.

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Ausschüttungsrestriktionen als Instrument der Kapitalerhaltung
Autoren/Herausgeber: Tim Eckert
Aus der Reihe: Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung

ISBN/EAN: 9783899369892

Seitenzahl: 244
Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 386 g
Sprache: Deutsch

Tim Eckert wurde 1980 in Heidelberg geboren. Im September 2002 beendete er sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie Mannheim als Diplom-Betriebswirt (BA). Das anschließende Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Trier schloss er im September 2005 als Diplom-Kaufmann ab. Von Oktober 2005 bis Oktober 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Herrn Prof. Dr. Stefan Thiele am Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung und Rechnungslegung der Bergischen Universität Wuppertal. 2010 promovierte er dort zum Dr. rer. oec.

Eigentümer einer haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaft können die Haftungsmasse des Unternehmens reduzieren, indem sie Teile des Gesellschaftsvermögens in ihr Privatvermögen verlagern, und so das Insolvenzrisiko zu Lasten der Gläubiger steigern. Bei Barausschüttungen geht mit der Reduktion der Haftungsmasse ceteris paribus die Reduktion der liquiden Mittel einher. Ausschüttungen führen somit gleichzeitig zu einem höheren Risiko der Überschuldung und zu einem höheren Risiko der Zahlungsunfähigkeit.
Ausschüttungsrestriktionen sollen dazu beitragen, den hieraus gegebenenfalls entstehenden Konflikt zwischen Eigentümern und Gläubigern zu reduzieren. Das derzeit in der Zweiten EG-Richtlinie (Kapitalrichtlinie) verankerte Nennkapitalsystem begrenzt die zulässige Ausschüttungshöhe auf Basis aktueller Bilanz- und Ergebnisgrößen. Ausschüttungen sind nur zulässig, soweit das Unternehmen nach Ausschüttung noch über ein hinreichend hohes haftendes Eigenkapital verfügt. In den vergangenen Jahren geriet das Nennkapitalsystem in Kritik und von verschiedenen Seiten wurde vorgeschlagen, das Nennkapitalsystem durch einen Solvenztest zu ersetzen oder zu ergänzen. Gemäß dem Solvenztest wären Ausschüttungen nur zulässig, soweit das Unternehmen nach Ausschüttung über einen bestimmten Prognosezeitraum voraussichtlich noch zahlungsfähig bleibt.
Die bisher zum Vergleich von Nennkapitalsystem und Solvenztest erschienenen Arbeiten sind vorwiegend juristisch geprägt. Mit der vorliegenden Arbeit untersucht der Verfasser die Effektivität von Nennkapitalsystem und Solvenztest erstmals anhand einer Monte-Carlo-Simulation. Er formuliert zunächst Anforderungen, welche an Ausschüttungsrestriktionen hinsichtlich ihrer Effektivität zu stellen sind und vergleicht daraufhin im Rahmen der Monte-Carlo-Simulation die Effektivität eines objektiviert simulierten Nennkapitalsystems mit der eines objektiviert simulierten Solvenztests.

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