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Das Libretto

Theorie und Geschichte einer musikoliterarischen Gattung

Buch
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Kurzbeschreibung

In dieser ersten umfassenden Untersuchung zum Operntext aus literaturwissenschaftlicher Perspektive werden repräsentative Beispiele besprochen und analysiert, die für wesentliche Stationen der rund 400-jährigen Operngeschichte stehen. Zunächst bestimmt der Autor die wesentlichen Merkmale des Librettos und seinen Platz im System der literarischen Gattungen, dann zeigt er Tendenzen der Librettoforschung und Perspektiven künftiger Arbeiten auf. Der umfangreiche – 19 Kapitel umfassende – historische Teil stellt die wesentlichen Entwicklungen von der ersten Oper im Jahre 1598 bis zur Gegenwart vor allem in Italien, Frankreich und Deutschland, aber auch in England und osteuropäischen Ländern dar. Ein Kapitel beschäftigt sich mit der Operette. Mehr als vierzig Libretti werden eingehender analysiert, wie z.B. Euridice, Le Nozze di Figaro, Fidelio, Der Freischütz, Rigoletto, Tristan und Isolde, Elektra, Wozzeck, Moses und Aron u.v.a.

Details
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Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Das Libretto
Autoren/Herausgeber: Albert Gier

ISBN/EAN: 9783534239313

Seitenzahl: 348
Format: 22 x 14,5 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 517 g
Sprache: Deutsch

Albert Gier, geb. 1953, studierte Romanistik, Germanistik und Mittellateinische Philologie in Bonn, Promotion 1976, Habilitation 1984 in Heidelberg, 1985 – 87 Prof. für Romanische Philologie in Heidelberg, 1987 – 88 in Frankfurt a.M., seit 1988 in Bamberg. Arbeitsschwerpunkte: Opern- und Operettenlibretti, Musik in der Literatur u.a.

Ohne Libretto keine Oper: Der Text ist die Grundlage, die Musik und Theater erst möglich macht. Gute Libretti – sie sind zahlreicher, als gängige Vorurteile wahrhaben wollen – wie schlechte sind Teil der Literatur, denn sie bestehen aus Wörtern, nicht aus Tönen. Dieses Buch ist die erste umfassende Untersuchung zum Operntext aus literaturwissenschaftlicher Perspektive; repräsentative, eingehend besprochene Beispiele stehen für wesentliche Stationen der rund 400-jährigen Geschichte der Oper. So werden einerseits Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern und epochentypische Entwicklungen deutlich, andererseits zeichnet sich eine in ihren Grundzügen erstaunlich konstante Dramaturgie ab, die für Opern- wie Operettenlibretti, Musikdramen im Sinne Wagners und sogenannte Literaturopern gleichermaßen verbindlich ist. Während im klassischen Drama die Verkettung der Geschehnisse und Situationen entscheidend ist, sind im Libretto (ähnlich wie z.B. im Epischen Theater Brechts) die Einzelelemente (Musiknummern, Szenen, Bilder.) weitgehend selbständig; die Zeit fließt nicht gleichförmig, sie kann angehalten (oder beschleunigt) werden. Die Textstruktur ist von Kontrasten zwischen Figuren, Situationen, Ideen o.ä. geprägt. Im kürzeren allgemeinen Teil dieses Buches werden die wesentlichen Merkmale des Librettos und sein Platz im System der literarischen Gattungen bestimmt und die Tendenzen der Libretto-Forschung und Perspektiven künftiger Arbeit aufgezeigt. Der umfangreichere historische Teil stellt in 19 Kapiteln wesentliche Entwicklungen von 1598 bis zur Gegenwart vor allem in Italien, Frankreich und Deutschland, aber auch in England und den osteuropäischen Ländern dar; ein Kapitel ist der Operette gewidmet. Genauer analysiert werden mehr als vierzig Libretti, darunter zahlreiche Werke des gängigen Opernrepertoirs.

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