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Das Tagebuch des Thomas Olip

Wie ein im Käfig eingesperrter Vogel

KITAB,
Taschenbuch
19,26 € Preisreferenz Nicht lieferbar

Kurzbeschreibung

Das Tagebuch des Thomas Olip ist ein einzigartiges Dokument aus der Geschichte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Österreich. Der 1913 in Zell-Pfarre im slowenischen Sprachgebiet in Südkärnten als uneheliches Kind geboren wurde und in einer Armenwohnung aufwuchs, arbeitete als Holzfäller und Gelegenheitsarbeiter in seiner Heimat. 1937 ging er als Freiwilliger zum österr. Bundesheer. Nach der Okkupation Österreichs durch Hitler im März 1938 wurde er zum Gebirgsjägerregiment 139 nach Klagenfurt eingezogen und desertierte am 19.9.1939 nach Jugoslawien. Er arbeitete als Holzarbeiter in Slowenien und Serbien. 1940 trat er mit anderen Deserteuren aus Südkärnten – darunter dem späteren Partisanenführer Johann Zupanz und seinem späteren „Bunkerkollegen“ Jakob Orasche im Javornik-Sextett im Radio Ljubljana auf. Nach dem deutschen Einfall in Jugoslawien kehrte er im Frühjahr 1941 nach Kärnten zurück; zunächst hausten sie allein in den Wäldern ihrer Heimat und lebten vom Wildern. Dann errichteten sie im Setitsche-Wald oberhalb von Zell-Pfarre einen ersten Bunker. Sie wurden dabei besonders von dem Bauern Franc Pristovnik unterstützt. Johann Zupanz forderte sie im Juli von ebenfalls nach Kärnten zurückgekehrten Zupanz den Auftrag, sich den Partisanen anzuschließen; sie wollten jedoch lieber „grüne Kader“ bleiben. Mitte 1942, als ihre häufigen Treffen mit Dorfbewohnern hinter dem Haus von Bartholomäus(Jernej Orasche vlg. Ozbavt auch der Gestapo bekannt geworden waren, errichteten Olip und Orasche einen neuen Bunker unterhalb der Hlipovcniksäge. Das Tagebuch beginnt am 1.6.1942 und reicht bis zur Öffnung des Bunkers am 1.12.1942 durch die Gestapo. Am 12.4.1943 wurde Olip mit 12 weiteren Gefährten vom berüchtigten Nazi-Blutrichter Roland Freisler im Klagenfurter Landesgericht zum Tode verurteilt und am 29.4.1943 am Wiener Landesgericht hingerichtet. Das kürzlich entdeckte Tagebuch ermöglicht einen Einblick in das Leben der Widerstandskämpfer, deren Leistung für die Freiheit Österreichs bis heute nie gewürdigt wurde. Es soll dazu beitragen, die Verbrechen des NS-Systems in Südkärnten aufzuzeigen.

Details
Schlagworte
Hauptbeschreibung

Titel: Das Tagebuch des Thomas Olip
Autoren/Herausgeber: Thomas Olip, Wilhelm Baum (Hrsg.)
Weitere Mitwirkende: Valentin Inzko, Peter Handke

ISBN/EAN: 9783902585561

Seitenzahl: 160
Format: 20 x 15 cm
Produktform: Buch
Gewicht: 384 g

Das Tagebuch des Thomas Olip ist ein einzigartiges Dokument aus der Geschichte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Österreich. Der 1913 in Zell-Pfarre im slowenischen Sprachgebiet in Südkärnten als uneheliches Kind geboren wurde und in einer Armenwohnung aufwuchs, arbeitete als Holzfäller und Gelegenheitsarbeiter in seiner Heimat. 1937 ging er als Freiwilliger zum österr. Bundesheer. Nach der Okkupation Österreichs durch Hitler im März 1938 wurde er zum Gebirgsjägerregiment 139 nach Klagenfurt eingezogen und desertierte am 19.9.1939 nach Jugoslawien. Er arbeitete als Holzarbeiter in Slowenien und Serbien. 1940 trat er mit anderen Deserteuren aus Südkärnten – darunter dem späteren Partisanenführer Johann Zupanz und seinem späteren „Bunkerkollegen“ Jakob Orasche im Javornik-Sextett im Radio Ljubljana auf. Nach dem deutschen Einfall in Jugoslawien kehrte er im Frühjahr 1941 nach Kärnten zurück; zunächst hausten sie allein in den Wäldern ihrer Heimat und lebten vom Wildern. Dann errichteten sie im Setitsche-Wald oberhalb von Zell-Pfarre einen ersten Bunker. Sie wurden dabei besonders von dem Bauern Franc Pristovnik unterstützt. Johann Zupanz forderte sie im Juli von ebenfalls nach Kärnten zurückgekehrten Zupanz den Auftrag, sich den Partisanen anzuschließen; sie wollten jedoch lieber „grüne Kader“ bleiben. Mitte 1942, als ihre häufigen Treffen mit Dorfbewohnern hinter dem Haus von Bartholomäus(Jernej Orasche vlg. Ozbavt auch der Gestapo bekannt geworden waren, errichteten Olip und Orasche einen neuen Bunker unterhalb der Hlipovcniksäge. Das Tagebuch beginnt am 1.6.1942 und reicht bis zur Öffnung des Bunkers am 1.12.1942 durch die Gestapo. Am 12.4.1943 wurde Olip mit 12 weiteren Gefährten vom berüchtigten Nazi-Blutrichter Roland Freisler im Klagenfurter Landesgericht zum Tode verurteilt und am 29.4.1943 am Wiener Landesgericht hingerichtet. Das kürzlich entdeckte Tagebuch ermöglicht einen Einblick in das Leben der Widerstandskämpfer, deren Leistung für die Freiheit Österreichs bis heute nie gewürdigt wurde. Es soll dazu beitragen, die Verbrechen des NS-Systems in Südkärnten aufzuzeigen.

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