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Das melancholische Timbre

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Kurzbeschreibung

Musik und Liebe in den Sechzigern. Eine Stuttgarter Band kommt an die Côte d' Azur. Die Musiker haben Erfolg, genießen edle Speisen und scheinbar leichtsinnige Lebenslust, treffen aber auch auf die Nazivergangenheit, die Familien entzweit.

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Hauptbeschreibung

Titel: Das melancholische Timbre
Autoren/Herausgeber: Dietmar H. Melzer

ISBN/EAN: 9783738014013

Seitenzahl: 279
Produktform: E-Book
Sprache: Deutsch

Geboren 1941 in Oberschlesien, aufgewachsen im Schwarzwald, zwei Kinder aus einer französischen Ehe. BWL-Studium, Exportkaufmann, Geschäftsführer einer Textilgruppe mit Fertigung in Albstadt, Berlin, Dornbirn und Lyon. 1975 Heirat mit der Fotografin Inge Melzer. 1979 bis 1982 Reise von Alaska nach Feuerland. Berichte und Bildreportagen für Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland und Südamerika. Ein Jahr bei einer Gruppe Guaraní im Dreiländereck Argentinien-Brasilien-Paraguay. Reisen durch die Wildnisse beider Amerikas. Bisher erschienen: Los Guarnies; Die Traumstraße mit dem Wohnmobil; Indio Guaraní - Vergessenes Volk am Rio Paraná; Andenmärchen; Regenwaldmärchen; Indios und andere. Seit 1984 einen festen Wohnsitz mit Ehefrau Inge in Friedrichshafen.

In den Sechzigern ist der JATSSKÄHER in Stuttgart ein beliebter Treffpunkt. Jugendliche erleben hier neue Musik, die Älteren bekommen Musik zurück, die man ihnen in ihrer Jugend weggenommen hat. Das melancholische Timbre des neuen Trompeters bringt einen sentimentalen Klang in die Band. Das wird man in Frankreich lieben, glaubt der Inhaber des Musikrestaurants BEATNIK in Juans-les-Pins, den viele einen Anarchisten nennen. Aus Amateuren werden Berufsmusiker, die Freundin und Familie verlassen, um ein aufregendes Leben an der Côte d' Azur zu beginnen. Sie haben Erfolg, genießen edle Speisen und treffen auf scheinbar leichtsinnige Lebenslust. Der Trompeter verliebt sich. Der Vater seiner Geliebten ist damals für die Deutschen gewesen, hat aber etwas gegen Künstler. Die Großmutter indes liebt Künstler. Ihr Sohn ist ja aus in einer skandalösen Beziehung zu einem Kunstmaler gezeugt worden. Doch sie verabscheut Jazz wegen der Disharmonien. Der Onkel hat die Konzentrationslager in Friedrichshafen und Überlingen überlebt, trinkt seither deutsches Bier und fühlt sich dabei wie ein Kannibale, der das Blut seines besiegten Feindes zu sich nimmt. Kann Musik heilen? Aus der ganzen Welt finden sich Musiker ein, bieten traurigen Blues, fröhlichen Swing, wirbelnde Flamencos, rührende Chansons, berauschende Sinfonien. Aus Paris kommt eine schwedische Klarinettistin, die bisher nur klassische Musik gespielt hat. Eigentlich keine schöne Frau, die sich unvorteilhaft kleidet und am Strand einfach nackt ins Wasser springt. Aber wie sie nun Jazz interpretiert, fasziniert nicht nur das Publikum. Sie verzaubert den Trompeter.
Musik weckt Gefühle. Jeder Mensch weiß, welche Musik ihn berührt, eine Sinfonie, ein Volkslied, eine Jazzballade. Musik kann aufwühlen, ein Popkonzert verrückt machen, Musik kann Gefühle wecken, für die uns die Worte fehlen. Auch Liebe.
Und der Trompeter glaubt, diese Zeit müsse für immer Gegenwart bleiben.

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