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Denker Denken Geschichte

Erkundungen zu Philosophie und Nationalsozialismus

Passagen,
Buch
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Kurzbeschreibung

Die Ignoranz politischer Implikationen schien eine Wesensbestimmung besonders der deutschen Philosophie bis 1933 zu sein. Während die kritischen „Intellektuellen“ das Schicksal der Emigration traf, exerzierten die verbleibenden „Denker“ als Soldaten des Geistes für die neuen Machthaber.
Heute darf man angesichts der „Enthüllungen“ zu Martin Heidegger etwa darüber streiten, ob die Biographie nun wirklich zählt oder letztlich nicht doch das „Werk“. Wie in diesem und in anderen Fällen nur wieder die Strategie der Denker gegenüber ihren Interpreten aufgeht, wird in dieser Studie kritisch rekonstruiert. Dabei kommt nicht nur die Hoffnung zur Sprache, die man in eine neue Sinngebung durch das große Denken gelegt hatte, sondern dessen verfehlte Verantwortung vor der Geschichte – durch Philosophen in Zentrum und Peripherie ebenso wie durch die zu neuen Ufern der Inhumanität aufbrechende Ersatzphilosophie des Naturforschers Konrad Lorenz. Die Zäsur von 1945 bedeutet die Verabschiedung von der Vorstellung, dass „Philosophie“ als die Subkultur von Textinterpreten zugleich ein gesellschaftliches Reflexionsmonopol besitzt.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Denker Denken Geschichte
Autoren/Herausgeber: Frank Hartmann
Aus der Reihe: Passagen Philosophie
Ausgabe: 1., Aufl.

ISBN/EAN: 9783851650976

Seitenzahl: 224
Format: 20,8 x 12,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 310 g
Sprache: Deutsch

Der Autor, geboren 1959, ist Generalsekretär des FORUM SOZIALFORSCHUNG und arbeitet als Lektor am Geschichte- und am Publizistikinstitut der Universität Wien.

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