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Der Hühnerstall

oder die Kunst zu Überleben. Erinnerungen

Czernin,
Buch
16,80 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Es ist das Schicksal der Vertriebenen: Im Jahre 1991 besuchte Leon
Nachwalger seine Heimatstadt Obertyn. Er wollte sein Haus sehen, aber er fand nichts. Wo das Haus gestanden hatte, war kein Zeichen, kein Stein war dort geblieben, er konnte sich überhaupt nicht orientieren. Er besuchte die Familie des Bauern Jurko, der ihn damals gerettet hatte. Der Bauer Jurko lebte nicht mehr, aber seine Tochter und deren Familie und sie empfingen ihn sehr freundlich.
Er begegnete einer Ukrainerin, die ihn noch von früher kannte. Ihr Vater war Schlosser und er schickte sie manchmal ins Geschäft der Nachwalgers, Nägel und solche kleinen Sachen kaufen. Sie zeigte ihm, wo sein Haus stand: „Das war schrecklich für mich, keine Orientierung mehr zu haben. Ich suchte den Platz, wo die wunderschöne Synagoge stand, und ich fand eine Weide mit Kühen und Pferden." An Stelle des jüdischen Friedhofs befand sich eine Kolchose. Die Gräber hatte man einfach zubetoniert. Sämtliche Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden erschüttern und berühren. Kaum ein Buch ist jedoch von derartiger Dichte und Intensität wie das von Leon Nachwalger.
„Leon Nachwalger hat die Geschichte seines Überlebens niedergeschrieben. Sein Buch ist nicht nur eine wertvolle Ergänzung der Geschichtsschreibung. Es ist auch ein Andenken an jene, die nicht überlebt haben. Und es ist eine Mahnung an heutige und künftige Generationen, nicht zu vergessen." (Hans-Henning Scharsach)

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Der Hühnerstall
Autoren/Herausgeber: Leon Nachwalger
Ausgabe: 1., Aufl.

ISBN/EAN: 9783707600568

Seitenzahl: 168
Format: 21,5 x 13,5 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Sprache: Deutsch

Leon Nachwalger wird am 26. August 1912 in dem galizischen Städtchen Obertyn, 23 Kilometer von Kolomea und 60 Kilometer von Stanislau entfernt, geboren. Er erlebt den 1. Weltkrieg in Ungarn, wohin die Familie, seine Eltern und Schwestern und die Familie des Großvaters, dessen drei Söhne, die nicht viel älter als Leon sind, flüchtet. In der Emigration in Ungarn wird 1917 Leons jüngste Schwester geboren. Als Leon elf Jahre alt ist, stirbt der Vater. Während die Mutter und eine Schwester das Geschäft des Vaters, eine Eisenwarenhandlung, weiter führen, besucht Leon die erste hebräische Schule in Obertyn.
Gemeinsam mit seinem Onkel gründet er die zionistisch, sozialistische Jugendorganisation ‚Gordonia'. Seine Schwestern emigrieren zwischen 1928 und 1938 nach Paraguay und Palästina und zurück bleiben Leon und seine Mutter, denen es trotz Einreisezertifikate nach Palästina nicht mehr gelingt, Obertyn vor dem Einmarsch der Deutschen zu verlassen. Es beginnt ein unglaublicher Leidensweg, den die Mutter nicht überlebt. Leon emigriert 1944 nach Palästina, verlässt aber Israel 1958 wegen einer tropischen Krankheit und lebt seitdem in Wien.

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