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Der Kampf um das tägliche Brot

Nahrungsmangel, Versorgungspolitik und Protest 1770–1990

Buch
49,99 € Preisreferenz Lieferbar in 5-7 Tagen

Kurzbeschreibung

Periodischer Hunger ist bis zur zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eine ständige Erfahrung der europäischen Gesellschaften gewesen. In vielen Ländern der Dritten Welt ist er noch immer nicht überwunden, und als Folge von Krieg,Mißwirtschaft und politischen Strukturbrüchen ist er im 20.Jahrhundert auch nach Europa zurückgekehrt. Sicherung der Nahrung in Krisenzeiten war und ist eine Hauptaufgabe von Herrschaft und zugleich eine ihrer ältesten Legitimationsquellen. Aus der mangelnden Wahrnehmung dieser Aufgabe oder aus ihrem Scheitern entsteht die klassische Protestform der "Brotrevolte", mit der gefährdete Menschengruppen ihr Naturrecht auf Leben durchzusetzen versuchen und zugleich die sozialen Eliten und politischen Machthaber an ihre Aufgaben erinnern. Diese traditionelle Nahrungsunruhe mit ihren Ursachen, Erscheinungsformen und Funktionen steht im Mittelpunkt des Buches. Es befaßt sich darüber hinaus mit den Methoden der Protestforschung, mit Hungererfahrungen und Hungerreaktionen unter verschiedenen Rahmenbedingungen, mit dem Ende der klassischen "Brotrevolte" und der Entwicklung alternativer Formen der kollektiven Interessenvertretung, schließlich mit ihrer partiellen Wiedergeburt in den Hungerperioden der Kriegs-, Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit. Die meisten Beiträge beziehen sich auf Deutschland, aber auch England und Frankreich, Österreich, die Schweiz, Spanien, und zwei afrikanische Länder sind mit Beispielen vertreten.

Details
Schlagworte

Titel: Der Kampf um das tägliche Brot
Autoren/Herausgeber: Manfred Gailus, Heinrich Volkmann (Hrsg.)
Aus der Reihe: Schriften des Zentralinstituts für sozialwiss. Forschung der FU Berlin
Ausgabe: 1994

ISBN/EAN: 9783531125602
Originalsprache: Deutsch

Seitenzahl: 477
Format: 22,9 x 15,2 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 799 g
Sprache: Deutsch

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