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Der ausgebliebene Skandal

Diskurshistorische Untersuchung eines Wiener Gerichtsurteils

Czernin,
Buch
15,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Ein Rechtsfall, ein Richter, ein Urteil - und kein Skandal. Auf den ersten Blick ist das nicht jener Stoff, aus dem spannende Geschichten gemacht sind. Der Eindruck täuscht: Der hier behandelte Rechtsstreit berührt die brisanten Themen Rechtsextremismus, Biologismus und Nationalsozialismus. Und der über den Fall entscheidende Einzelrichter Ernest Maurer ist weder unbekannt noch unbestritten.
Im vorliegenden Buch untersuchen die Sprachwissenschaftler Alexander Pollak und Ruth Wodak mithilfe eines diskursanalytischen Methodeninstrumentariums, ob aus Inhalt, Argumentation und Terminologie des betreffenden Urteils- begründungstextes Hinweise auf eine mögliche politisch-ideologische Befangenheit von Ernest Maurer abzuleiten sind. Die Analyse von Pollak und Wodak lässt nicht nur eindeutige Schlussfolgerungen zu. Sie wirft darüber hinaus auch die Frage auf: Welches Wertebild, welche Toleranzschwelle oder welches Desinteresse hat eine (juristische und mediale) Öffentlichkeit, die derartige Aussagen stillschweigend hinnimmt? Abschließende Kommentare von Alfred J. Noll und Peter Warta beleuchten aus juristischer Perspektive Aspekte der österreichischen Gerichtsbarkeit.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Der ausgebliebene Skandal
Autoren/Herausgeber: Alexander Pollak, Ruth Wodak

ISBN/EAN: 9783707601343

Seitenzahl: 160
Format: 12,5 x 20,5 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 196 g
Sprache: Deutsch

Ruth Wodak ist ordentliche Universitäts-Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien und seit 1. September 2004 Chair in Discourse Studies an der Lancaster University, Lancaster, UK.
Alexander Pollak war von 1999 bis 2003 Mitarbeiter am Projekt „Wie Geschichte gemacht wird“ des Forschungsschwerpunkts „Diskurs, Politik, Identität“. Außerdem ist er Autor des Buches „Die Wehrmachtslegende in Österreich“ (2002).

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