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Der politische Einfluss von Ratingagenturen als Akteure privater Global Governance

GRIN Verlag,
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Kurzbeschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Universität Hamburg (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Weltgesellschaft und Weltordnung, Sprache: Deutsch, Abstract: Die hohe Staatsverschuldung einiger europäischer Staaten mündete im Frühjahr 2010 in eine Schuldenkrise,.

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Hauptbeschreibung

Titel: Der politische Einfluss von Ratingagenturen als Akteure privater Global Governance
Autoren/Herausgeber: Malte Turski
Ausgabe: 1., Auflage

ISBN/EAN: 9783640848218

Seitenzahl: 23
Produktform: E-Book
Sprache: Deutsch

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Universität Hamburg (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Weltgesellschaft und Weltordnung, Sprache: Deutsch, Abstract: Die hohe Staatsverschuldung einiger europäischer Staaten mündete im Frühjahr 2010 in eine Schuldenkrise, welche die Zahlungsfähigkeit der betreffenden Staaten und die europäische Gemeinschaftswährung gefährdete und noch immer gefährdet. Die angespannte Finanzlage des griechischen Staates wurde am 27. Mai dieses Jahres durch eine Herabstufung der Kreditratings griechischer Staatsanleihen durch zwei große Ratingagenturen eskaliert. Die nach dem Rating-Downgrade sprunghaft angestiegenen Risikoaufschläge griechischer Staatsanleihen machten die Refinanzierung kurzfristig fälliger Verbindlichkeiten Griechenlands unmöglich. Das Beispiel Griechenlands zeigt, dass Ratingagenturen über nicht unerhebliche Macht verfügen und legt die Vermutung nahe, dass sie im Extremfall mit ihrer Bonitätseinschätzung sogar über das Gelingen oder Misslingen eines Staates entschieden können.
Diese Arbeit verfolgt die These, dass Ratingagenturen angesichts der Dependenzbeziehung zwischen Ratingagenturen und Staaten bei der Finanzierung der Staaten in der Lage sind, mittelbar Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Die Ratings der Agenturen können aufgrund ihrer Relevanz für die Staatsfinanzierung am Kapitalmarkt existenzielle Bedeutung erlangen. Dadurch sind Ratingagenturen ein signifikanter und einflussreicher Akteur Globaler Governance, dem es jedoch an demokratischer Legitimität und Haftbarkeit fehlt.
Zur Bestätigung der These ist es zunächst erforderlich, die Dependenzen und Interdependenzen zwischen Investoren (Kapitalgeber), Staaten (Kapitalnehmer) und Ratingagenturen (Finanzintermediäre) zu beschreiben, da diese die Machtstrukturen zwischen den Beteiligten konstituieren. Zu diesem Zweck wird als konzeptueller Rahmen der Principal-Agent-Ansatz gewählt, welcher als Teil der Neuen Institutionenökonomik der Mikroökonomie entstammt und der Analyse vertraglicher (und quasivertraglicher) Beziehungen bei Informationsasymmetrie zwischen den Vertragspartnern dient.

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