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Der schwarze Vogel und andere Märchen

Fischer, Karin,
Buch
6,90 € Preisreferenz Lieferbar in 5-7 Tagen

Kurzbeschreibung

Einmal, im Spätsommer, Prinz Grotesk und Prinzessin Mirabel lebten schon ein Weilchen in ihrem schönen Schloss, spielten sie Ball im Park, jagten sich auf den Wegen und rundherum um die Brunnenbecken. Die Prinzessin lief weit voraus, drehte sich um und lachte.
Ein plötzlicher Schatten warf sich über sie, und im selben Moment stürzte ein riesiger schwarzer Vogel hernieder, packte sie mit den Krallen und begann schwerfällig wegzufliegen. Grotesk-Pferd im Stall schrie laut auf, so dass ein Wächter auf dem Turm es hörte.
Er sah das Untier und schoss einen schwirrenden Pfeil in seine Richtung. Eine Feder war getroffen und fiel zu Boden, dann verschwand der Vogel mit der Prinzessin hinter den Bäumen.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Der schwarze Vogel und andere Märchen
Autoren/Herausgeber: Verena Guran-Fierz
Aus der Reihe: Edition korund
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783842244511

Seitenzahl: 48
Format: 20,5 x 13,5 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 82 g
Sprache: Deutsch

Verena Guran-Fierz, geb. 1943 in Zürich. Nach Kinderjahren im gemütlichen Aarau und der Schulzeit in Küsnacht folgte das Freie Gymnasium in Zürich. Die Familie der Autorin gehörte zum heute belächelten oder oft bekämpften Bildungsbürgertum. Der Komponist Pierre Boulez wollte gar alle Opernhäuser in die Luft sprengen! In der Familie gab es trotz Professoren aller Art und vielerlei musischen Interessen auch Ingenieure, Tüftler, Fabrikanten und schwarze Schafe. Studienaufenthalte im nahen Ausland oder Amerika waren normal. So kam die Autorin gleich nach ihrer Maturafeier im Oktober 1962 ins winterkalte Wien, das sich nach dem Krieg langsam wieder aufrappelte. Es roch nach Kohleheizungen, verfallenden Blättern und Nebel. Der Schnee lag nie mehr so hoch wie in diesen ersten zwei Jahren. In Zürich war 1963 der See gefroren, und die Leute liefen Schlittschuh von einem Ufer zum andern, auch die Eltern der Autorin. 17 Grad in ihrem gemieteten Wiener Zimmer, bei einer Baronin Klein-Wisenberg, waren das erreichbare Maximum. Die Baronin erzählte der Autorin vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs, als sei es gestern gewesen. Welches Wunder ist dann ein Frühling! Die ganze Stadt, noch nicht voller Autos, roch nach Flieder: Nicht nur in den großen Anlagen und den »Beserlparks«, nein, in jeder Bombenlücke oder verwahrlosten Ecke blühten die lila Büsche. Daneben saßen bleiche, alte Leute in abgewetzten Mänteln und versuchten, sich zu wärmen. Nach kurzem Geschichtsstudium kam der riskante Wechsel zur Musik, den Verena Guran-Fierz nie bereute. Aber Bratschespielen ist ungesund. So hat sie Malen und Schreiben dazugenommen, die nun ihr sonstiges Leben mit Garten, Reiten, Tochter und Enkelkind bereichern.

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