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Die alltägliche Reproduktion nationaler Grenzen

UVK,
Buch
41,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Als Mitte der 1990er-Jahre die Personenkontrollen an den innereuropäischen Landesgrenzen abgeschafft wurden, war die Hoffnung groß, dass gerade vormals geteilte Grenzregionen nun zu einer Keimzelle eines wahrhaft sozial integrierten Europas werden könnten. Die Realität ist jedoch eine andere: Nils Müller zeigt auf der Grundlage qualitativer Interviews mit Einwohnern dreier Grenzregionen, dass die jeweilige nationale Grenze nach wie vor eine zentrale Rolle in der Alltagsgestaltung spielt und eine Grenzöffnung nicht automatisch zu einer räumlichen Ausweitung des Aktionsradius ins Nachbarland führt. Dies ist keineswegs das Resultat negativer Einstellungen gegenüber dem Nachbarland oder gar – wie oftmals argumentiert – einer Angst vor dem Fremden, sondern liegt darin begründet, dass sich alltägliche Routinen allgemein nur sehr langsam und unter sehr spezifischen Umständen verändern.
Neben einer Systematisierung des sozialwissenschaftlichen Forschungsstandes zum Thema nationale Grenzen entwickelt der Autor ein Modell alltäglicher Handlungsroutinen und ihrer Veränderung, welches er auf lokale Räume und den Prozess der (europäischen) Grenzöffnung anwendet. Dabei beschreibt er nationale Grenzregionen als 'Regionen der Frontiers', in denen komplexe Konfigurationen unterschiedlicher sozialer Räume entstehen, welche jeweils ein eigenes Verhältnis zu der Grenze entwickeln.
Die Arbeit ist damit für Leser interessant, die sich aus theoretischer oder praktischer Perspektive für die Veränderung räumlicher Strukturen oder den Prozess der europäischen Integration interessieren.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Die alltägliche Reproduktion nationaler Grenzen
Autoren/Herausgeber: Nils Müller
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783867644891

Seitenzahl: 316
Format: 21,5 x 15 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 561 g
Sprache: Deutsch

Nils Müller ist Soziologe und Betriebswirt und arbeitet als Projektmanager der DFG-Forschergruppe 'Europäische Vergesellschaftungsprozesse' am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Dort promovierte er 2013 mit dieser Arbeit.

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