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Die deutsch-britischen Kulturbeziehungen von 1955 - 1975

Shaker,
Buch
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Kurzbeschreibung

Im Bereich der Kultur haben nur wenige große Nationen mit unterschiedlichen Sprachen mehr Gemeinsamkeiten als die Deutschen und die Briten gehabt. Bis zum 20. Jahrhundert basiert die literarische Bildung der großen Mehrzahl der Briten und Deutschen auf einem einzigen Buch, der Bibel, insbesondere dem neuen Testament. Im Bereich der “hohen” Kultur indessen durchdringen sich Dichtung und Literatur beider Länder. Deutsche Lyrik ließ sich mühelos übersetzen und umgekehrt; und leider übersahen die Deutschen die kleine Tatsache, dass Shakespeare nicht deutschen Landen entstammte. Und wenn England viel zu lange Zeit ein Land ohne eigenes Musikschaffen war, kann man dies in erster Linie darauf zurückführen, dass in seinen Konzertsälen mit Vorliebe die Werke der großen deutschen Komponisten, von Händel bis Wagner, aufgeführt wurden.
Mehr als ein halbes Jahrhundert ist inzwischen seit Kriegsende vergangen. Spätere Generationen muss jene Zeit wie eine Epoche erscheinen, die zumindest ebenso weit zurückliegt wie die der Römer und Karthager - eine Rivalität, auf die während des Kaiserreiches oft verwiesen wurde. Inzwischen ist das deutsche Streben nach Weltherrschaft ebenso vergangen wie der britische Versuch, die eigene Weltherrschaft zu behalten: beide Nationen zermürbten sich im steten Auseinandersetzungen gegenseitig und überließen die Geschicke der Welt, die sie zu lenken gehofft hatten, stärkeren und wohlhabenderen Mächten.
Heute sind Briten und Deutsche eine Einheit - durch eine gemeinsame Kultur, gemeinsame Interessen und durch gemeinsame Probleme. Diese Kultur ist nicht mit die Kultur der christlichen Welt oder die “hohe“ Kultur Goethes und Shakespeares, sondern eine globale, größtenteils englischsprachige Massenkultur, die in erster Linie aus den Vereinigten Staaten kommt und von Europa gleichermaßen angenommen und abgelehnt wird, der sich jedoch niemand entziehen kann. Die britischen und deutschen Bürger waren beunruhigt durch eine gemeinsame Bedrohung. Die Probleme beider Länder sind die gleichen, mit denen die Industriegesellschaft konfrontiert ist. Bedingt durch die Geschichte neigen in Großbritannien mehr Menschen dazu als in Deutschland, die Union eher als Bedrohung zu sehen, und schätzen ihre unvermeidlichen Grenzen realistisch ein. Aber die Europäische Union ist eine Partnerschaft, die immer zum Erfolg verhelfen muss, um Stabilität und Wohlstand zu vergrößern, aber auch um sie mit den Nachbarn in Ostmitteleuropa zu teilen. Die Auswärtige Kulturpolitik ist heute ein essentieller Bestandteil der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Die Kernaufgabe der Kulturarbeit im Ausland besteht darin, Beziehungen zu anderen Kulturen und Ländern aufzubauen und zu pflegen und dabei einen Beitrag zur Wahrung und Förderung der deutschen Interessen im Ausland zu leisten. Die Auswärtige Kulturpolitik umfasst folgende Bereiche: Zusammenarbeit in Bildung und Wissenschaft, die Förderung der deutschen Sprache im Ausland, der Austausch von Kunst, Musik und Literatur, die Förderung des Jugendaustausches und die deutschen Auslandsschulen. Darüber hinaus zielt sie auf Konfliktprävention und schafft eine Kultur des Dialogs.
Das Buch will die Geschichte der deutsch-britischen Kulturbeziehungen in einer entscheidenden Phase der Nachkriegsgeschichte beleuchten.

Details
Schlagworte

Titel: Die deutsch-britischen Kulturbeziehungen von 1955 - 1975
Autoren/Herausgeber: Burkard Weth
Aus der Reihe: Berichte aus der Geschichtswissenschaft
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783844042498

Seitenzahl: 340
Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 444 g
Sprache: Deutsch

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