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Durchlauchtigster Prinz, freundlich Geliebter Neveu

Heinrich Prinz von Preußen (1747–1767), Neffe Friedrichs des Großen. Sein Leben und tragischer Tod in Zeitzeugenberichten

Alcorde Verlag,
Buch
29,80 € Preisreferenz Lieferbar in 5-7 Tagen

Kurzbeschreibung

„Ich liebte dieses Kind wie meinen eigenen Sohn“, schrieb Friedrich der Große unter Tränen nach dem Tod seines Neffen, des Prinzen Heinrich. „Für den Staat ist es ein großer Verlust [.]; meine Hoffnungen sinken mit ihm ins Grab.“ Dieser Prinz, der zweite Sohn seines Bruders August Wilhelm und Bruder des Thronfolgers Prinz Friedrich Wilhelm, war mit neunzehn Jahren an einer Pockeninfektion gestorben. In seinem Schmerz widmete ihm Friedrich die „Éloge du Prince Henri de Prusse“, eine seiner menschlich anrührendsten literarischen Arbei-ten: „Mein Prinz! Du wußtest, wie teuer Du mir warst, wie wert ich Dich hielt! [.] Ewig wirst Du in meinem Herzen leben. Dein Name wird sich in alle meine Gespräche mischen, und Dein Andenken wird erst mit dem letzten Atemzuge in mir erlöschen.“
Wer war dieser Prinz, dessen Andenken dem König ein so leidenschaftliches Bedürfnis war? Michael Sachs beantwortet diese Frage, indem er zusammenträgt, was in den historischen Quellen über Prinz Heinrich noch zu finden ist: in dessen Briefen, in Briefen Friedrichs und anderer Zeitgenossen, in Tagebüchern und Aufzeichnungen derer, die ihn gekannt haben, und in offiziellen Dokumenten. Daneben gilt sein Interesse auch der gut dokumentierten Krankengeschichte des Prinzen, die ein anschauliches Bild ärztlicher Diagnostik und Behandlung im ausgehenden 18. Jahrhundert bietet.

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Durchlauchtigster Prinz, freundlich Geliebter Neveu
Autoren/Herausgeber: Michael Sachs
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783939973126

Seitenzahl: 237
Format: 22 x 14,3 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 427 g
Sprache: Deutsch

Prof. Dr. Michael Sachs, geboren 1960, ist Chirurg und Medizinhistoriker. Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zu seinem Fach und zur Geschichte der Medizin. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

In dieser Arbeit soll das psychologisch interessante Verhältnis des preußischen Königs zu seinem Neffen Prinz Heinrich dem Jüngeren von Preußen untersucht werden, das bisher in der exorbitanten Friedrich-Literatur nicht oder nur kaum beachtet wurde. Dieser Neffe war nämlich der einzige Verwandte Friedrichs, den der zwangsweise verheiratete und kinderlose König „wie einen eigenen Sohn liebte“ und in den er weit größere Hoffnungen setzte als in dessen älteren Bruder, den offiziellen „Prinzen von Preußen“ und Thronfolger Friedrich Wilhelm. Heinrichs früher Tod (1767) stürzte den König, der Tausende von Soldaten in seinen Kriegen opferte, in eine tiefe Depression. Dem gerade Neunzehnjährigen widmete er eine Gedenkrede („Éloge du Prince Henri de Prusse“), die zu seinen liebevollsten Schriften gehört und die er öffentlich in der Berliner Akademie der Wissenschaften vortragen ließ. Grund genug, sich mit dem Leben dieses jungen Prinzen zu beschäftigen, der seinerzeit nach dessen älterem Bruder (dem späteren König Friedrich Wilhelm II.) Nummer zwei der preußischen Thronfolge gewesen war. Ein besonderes Interesse gewinnt diese Gedenkrede auch durch die offensichtliche Identifikation des Königs mit den Eigenschaften seines Neffen, über den er schrieb: „Ein Vater kann seinen einzigen Sohn nicht mehr beweinen als ich diesen liebenswerten Jüngling.“

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