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Ein sehr teures Gift

Der Mord an Alexander Litwinenko und Russlands Krieg gegen den Westen

Weltkiosk,
Buch
19,90 € Preisreferenz Lieferbar ab 31.01.2017

Kurzbeschreibung

Mit einer Dosis hoch radioaktivem Polonium-210 wird der frühere KGB/FSB-Agent Alexander Litwinenko am 1. November 2006 in der Bar eines Londoner Hotels ermordet. Die brutale Tat ist nicht nur als Strafmaßnahme für einen Renegaten gedacht – sie ist auch eine Art Kriegserklärung von Wladimir Putins Russland an die Adresse des Westens.

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Ein sehr teures Gift
Autoren/Herausgeber: Luke Harding
Übersetzer: Henning Hoff
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783942377140

Seitenzahl: 272
Format: 19,8 x 12,9 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Sprache: Deutsch

LUKE HARDING wurde 1968 in Nottingham geboren und studierte Englisch in Oxford. 1996 stieß er zum Guardian und stieg zu einem der profiliertesten Auslandskorrespondenten der linksliberalen Tageszeitung auf. Er berichtete aus Neu-Delhi, Berlin und Moskau ebenso wie vom Afghanistan- und Irakkrieg. Anfang 2011 wurde ihm nach vier Jahren als Russland-Korrespondent am Flughafen Domodedowo vom FSB die Wiedereinreise verweigert – ein einmaliger Vorgang seit Ende des Kalten Kriegs. Seitdem arbeitete er in der Guardian-Zentrale in London und berichtete zuletzt auch aus Libyen, Syrien, Mali und der Ukraine. Zuletzt war er auch an der Veröffentlichung der "Panama Papers" beteiligt.
2012 erschien von ihm MAFIASTAAT. Ein Reporter in Putins Russland, was unserem Verlag massive Cyberattacken aus Russland einbrachte. Zusammen mit David Leigh schrieb er außerdem den Bestseller WIKILEAKS. Julian Assanges Krieg gegen Geheimhaltung (2013). Sein vielgelobtes Buch EDWARD SNOWDEN. Geschichte einer Weltaffäre folgte 2014 – Grundlage des SNOWDEN-Films von Oscar-Preisträger Oliver Stone, der am 22. September 2016 in die Kinos kommt.
Für seinen unerschrockenen Journalismus wurde Harding mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten James-Cameron-Preis für Auslandsberichterstattung (2014).

Am 1. November 2006 wird Alexander Litwinenko am helllichten Tag in der Londoner Innenstadt vergiftet. 22 Tage später stirbt er. Die Mordwaffe? Polonium – eine seltene, tödliche und stark radioaktive Substanz. Der Grund? Der frühere KGB/FSB-Agent hatte sich in Russland einige sehr mächtige Feinde gemacht. Von "nuklearem Terrorismus auf den Straßen Londons" spricht später der Anwalt der Familie Litwinenko.
Auf Grundlage eigener Berichterstattung über ein Jahrzehnt hinweg und Interviews mit allen maßgeblichen Beteiligten – einschließlich der Mordverdächtigen – erzählt Luke Harding in EIN SEHR TEURES GIFT die Geschichte von Litwinenkos Leben und Sterben. Der Guardian-Journalist zeichnet die Spur des nuklearen Giftes – via Hamburg – quer durch London nach, von Hotelzimmer zu Nachtclub, von Mörder zu Mordopfer. Eine richterliche Untersuchung stellt 2016 fest: Die Spur führt zurück in die höchsten Etagen des russischen Staates.
Für Harding markiert der Mord an Litwinenko den Beginn eines Jahrzehnts geopolitischer Störungen durch Moskau. Die vorläufige Bilanz: mindestens 7000 Tote und zwei Millionen Entwurzelte in der Ukraine, der Abschuss eines vollbesetzten Passagierflugzeugs und ein russischer Präsident Wladimir Putin, der aus seiner Ablehnung einer regelbasierten internationalen Ordnung keinen Hehl mehr macht. Nach der Annexion der Krim und dem unvollkommen verdeckten Krieg in der Ostukraine stehen Europa und die Vereinigten Staaten vor einem neuen Kalten Krieg mit dem Kreml – unberechenbarer als der von vor 1989.

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