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Erfindung – Recycling – Neukomposition

Untersuchungen zur inneren Verflochtenheit des Lebenswerks von Pierre Boulez am Beispiel der 'notations'.

Olms, Georg,
Buch
59,80 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Die einzelnen Werke Pierre Boulez’ sind durch offene oder verborgene Querverweise Teil eines faszinierenden Beziehungsgeflechts. Dieser bislang wenig beachtete Aspekt seines Schaffens und die dafür charakteristischen Kompositions- und Bearbeitungstechniken stehen im Fokus der vorliegenden Analysen und Quellenstudien.
Im Laufe seines Lebens kommt Boulez unter sich wandelnden ästhetischen Prämissen auf die 1945 komponierten 'douze notations pour piano' zurück. Während er 1957 Teile des zunächst unveröffentlichten Jugendwerks unbemerkt als Fundus für 'Pli selon pli' und für eine Hörspielmusik nutzt, wendet er sich ihnen ab 1970 offen zu, und die aufwändigen Neukompositionen als 'Notations pour orchestre' wachsen sich zu einem der Hauptprojekte des reifen Komponisten und erfahrenen Dirigenten aus. Die Bearbeitung – vorher Mittel zum Zweck – ist zum Selbstzweck geworden und die Selbstbezüglichkeit – vorher im Verborgenen – zum Kennzeichen seines Œuvres.
Mit dieser Entwicklung scheint Boulez ganz zu sich selbst zu finden: Zentrum seines Komponierens war immer das – im weitesten Sinne – „Bearbeiten“ von Vorhandenem und nicht die Erfindung ex nihilo.****************Pierre Boulez’s individual works form parts of a fascinating network, connected by open or hidden references to each other. This previously little-studied aspect of his work and its characteristic techniques of composition and reworking forms the focus of the analyses and source-based studies presented here.
In the course of his life Boulez returned, despite changing aesthetic premises, to the 1945 composition ‘douze notations pour piano’. While he used parts of the initially unpublished youthful work in 1957 as a basis for ‘Pli selon pli’ and for music for a radio play unnoticed, he turned openly to it after 1970 and the complex reworkings as ‘Notations pour orchestre’ grew into a major project for the mature composer and experienced conductor. The reworking – previously a means to an end – became an end in itself and the self-referentiality – previously concealed – became a hallmark of his work.
With this development Boulez seems to completely find himself: the focus of his compositional work was always the ‘reworking’ – in the broadest sense – of material already present and not invention ex nihilo.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Erfindung – Recycling – Neukomposition
Autoren/Herausgeber: Martin Grabow
Aus der Reihe: Mannheimer Manieren - Musik + Musikforschung - Schriften der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim
Ausgabe: 1., 2016

ISBN/EAN: 9783487153667

Seitenzahl: 364
Format: 22 x 14 cm
Produktform: Buch
Gewicht: 0 g
Sprache: Deutsch

Martin Grabow studierte Klavier und Musiktheorie/Gehörbildung an den Musikhochschulen in Hannover und Leipzig sowie Französische Philologie an der TU Berlin. 2016 Promotion an der UdK Berlin. Lehraufträge an der UdK Berlin und der HfM Weimar sowie Professorenvertretungen (Musiktheorie und Gehörbildung) an der UdK Berlin, der FH Osnabrück und der HfM Stuttgart. Seit 2010 Dozent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim. Forschungsaufenthalte führten ihn u.a. an die Paul Sacher Stiftung in Basel. Neben einem Forschungsschwerpunkt im Bereich der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts forscht er insbesondere über aktuelle und historische Aspekte in der Vermittlung von Musiktheorie.

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