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Exilierte Göttinnen: Frauenstatuen im Bühnenwerk von Kurt Weill, Thea Musgrave und Othmar Schoeck

Olms, Georg,
Buch
68,00 € Lieferbar in 5-7 Tagen

Kurzbeschreibung

Nach Busoni ist die allein der Oper 'natürlich zufallende Region' das 'Übernatürliche oder das Unnatürliche'. Busonis Schüler Kurt Weill und Freund Othmar Schoeck nahmen sich diese Betrachtung zu Herzen.
In Weills Musical 'One Touch of Venus' (1943) und Schoecks Oper 'Venus' (1921) manifestiert sich das Übernatürliche in Form einer antiken Venusstatue, die zum Leben erweckt wird, als ein Jüngling ihr einen Ehering ansteckt. Schoeck beschließt die auf Prosper Mérimée basierende Handlung ganz in der Vorstellung von Busonis 'Zauberspiegel' als Tragödie, mit dem Tod des Jünglings, Weill hingegen im Sinne von Busonis 'Lachspiegel' mit einem Happy End.
Auch Thea Musgrave hat sich Busonis Ästhetik des 'Übernatürlichen' verschrieben und behandelt in ihrer auf einer Kurzgeschichte Henry James’ fußenden Oper 'The Voice of Ariadne' (1974) das Thema eines verheirateten Mannes, der fieberhaft eine antike, vergrabene Ariadne-Statue sucht.
Die drei in unterschiedlichen Stilen realisierten und in verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstandenen Werke finden in der vorliegenden Studie ihre erste, detaillierte, interdisziplinäre Analyse an der Schnittstelle zwischen Musik-, Kultur- und Literaturwissenschaft.
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According to Busoni, the “supernatural or unnatural” is the “natural region” of opera alone. Busoni’s pupil Kurt Weill and friend Othmar Schoeck took this observation to heart.
In Weill’s musical 'One Touch of Venus' (1943) and Schoeck’s opera 'Venus' (1921) the supernatural manifests itself in the form of an ancient statue of Venus which comes to life when a young man places a wedding ring on its finger. Schoeck’s plot, based on a work by Prosper Mérimée, concludes in the spirit of Busoni’s “magic mirror” With the death of the young man, but Weill’s work, in the spirit of Busoni’s “mirror of laughter”, has a happy ending.
Thea Musgrave also subscribed to Busoni’s aesthetic of the “supernatural” and in her opera 'The Voice of Ariadne' (1974), based on a short story by Henry James, uses the theme of a married man who feverishly searches for an ancient buried statue of Ariadne.
In this study the three works, composed in very different styles at different points in the 20th century, are for the first time submitted a detailed interdisciplinary analysis at the intersection of musicology and cultural studies and literary criticism.

Details
Schlagworte

Titel: Exilierte Göttinnen: Frauenstatuen im Bühnenwerk von Kurt Weill, Thea Musgrave und Othmar Schoeck
Autoren/Herausgeber: Michael Baumgartner
Aus der Reihe: Studien und Materialien zur Musikwissenschaft
Ausgabe: 2. Auflage

ISBN/EAN: 9783487148151

Seitenzahl: 474
Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 707 g
Sprache: Deutsch

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