Erweiterte
Suche ›

Ferdinand oder Der Weg nach Bolschoje Kiwalowo

Lilienfeld Verlag,
Buch
19,90 € Preisreferenz Lieferbar ab 01.01.2017

Kurzbeschreibung

Seltsame Phänomene, alte Legenden, wahre Geschichten, Natur, Verfall und Wodka: Senkins Reise aufs russische Land wird zu einem üppigen literarischen Roadtrip tief hinein in die russische Seelenwelt.

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Ferdinand oder Der Weg nach Bolschoje Kiwalowo
Autoren/Herausgeber: Jawgeni M. Senkin
Übersetzer: Christiane Körner
Weitere Mitwirkende: Christiane Körner
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783940357380

Seitenzahl: 240
Format: 20,5 x 12,5 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Sprache: Deutsch

Professor Senkin ist nicht mehr jung, er lehrte zu Sowjetzeiten eine gewisse Disziplin an einem gewissen Institut – Politökonomie des Sozialismus oder so etwas. Doch 1991 verschwand der Sozialismus und mit ihm die Fakultät, an der Senkin arbeitete. Und da streckte der allgegenwärtige Soros seine großzügige Hand aus, gewährte der darbenden russischen Intelligenz Hilfe und schenkte Senkin 500 Dollar. Der kaufte sich dafür ein Häuschen im Gebiet Pskow und zog aufs Dorf, wo er ein bescheidenes Leben führt. Als Mensch, der gerne beobachtet, wirft er kurze Betrachtungen aufs Papier. Sie beziehen sich meistens auf den Weg ins Dorf, denn seine Frau, Madame Senkina, mag das Dorfleben nicht, und er muss oft nach Petersburg fahren. Das Dorf, in dem Senkin lebt, ist mittlerweile allerdings komplett entvölkert – die Helden seiner Aufzeichnungen sind alle gestorben, die einen an Altersschwäche, die anderen an Alkoholmissbrauch. Er wohnt als Einziger in Bolschoje Kiwalowo, alleine mit Natur, See, Fell- und Federtieren, und hält sein Leben für beinahe ideal.

Glaubt man dem Autor, sind die Bewohner der russischen Provinz bei Pskow sehr sonderbare Wesen, die anders funktionieren als die Menschen, die man sonst so kennt. Und mit seinem vor Geschichten überbordenden Bericht, der anhand zahlreicher mehr oder weniger abgelegener Quellen und Zeugenaussagen beeindruckend unordentlich zwischen hintergründigen Ausflügen in die russische Geschichte und einem ziemlich bösen, ins Fantastische kippenden Humor changiert, scheint er dies eindrücklich beweisen zu können. Aber wer ist dieser Senkin? Wer sammelt in dieser abgelegenen Gegend Zeugnisse über die tragischen Auswirkungen der Einführung der Kartoffel, die Fruchtbarkeitseiche von Katharina der Großen, einen unaufhaltsamen Bus namens Ferdinand sowie andere aktuelle oder historische Figuren und Geschehnisse, Fabelwesen und Trunkenheitsfolgen? Wie auch immer, dieser Einblick in die Welt der russischen Provinz basiert jedenfalls auf großem Wissen und offensichtlich auch auf praktischer Erfahrung …

buchhandel.de - Newsletter
Möchten Sie sich für den Newsletter anmelden?


Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Lieber nicht