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Frauenporträts und -protokolle aus der DDR

Zur Subjektivität der Dokumentarliteratur

von
Buch
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Kurzbeschreibung

"Jenseits von Wahrheit galt nichts für echt." Aus diesem Satz, mit dem Chri stoph Dieckmann 1996 in der Zeit eine besondere ostdeutsche Affinität zur Ernsthaftigkeit im Umgang mit der Welt der Realitäten beschreibt, spricht die ganze "altmodische" Suche nach unumstößlicher Wahrheit in der alten DDR. Zugleich sieht Dieckmann im emphatischen Verhältnis zur Wahrheit auch eine spezielle Beziehung zu der Sprache, über die sie vermittelt werden sollte, beschlossen: Sie hätte in der DDR öffentliche Wahrheit und damit Freiheit verbürgen können und müssen - "Freiheit mußte freie Sprache sein, öffentliche Wahrheit" - aber sie habe es nur in Ausnahmefällen getan. Des halb auch konzentrierte sich der Widerstand in der DDR zu einem wesentli chen Teil auf die Sprache: "Opposition in der DDR war Widerstand der Sprache." (ebd.) Erhielt die Sprache ihre eigentliche Funktion, nämlich Wahrheit öffentlich zu machen, zurück, so bewies derjenige, der sie so ge brauchte, nicht nur seine Freiheit gegenüber den herrschenden Zuständen, sondern fand sich unversehens in der Opposition wieder.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Frauenporträts und -protokolle aus der DDR
Weitere Mitwirkende: Sabine Schmidt
Aus der Reihe: Literaturwissenschaft / Kulturwissenschaft
Ausgabe: 1999

ISBN/EAN: 9783824443178
Originalsprache: Deutsch

Seitenzahl: 355
Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 466 g
Sprache: Deutsch

Dr. Sabine Schmidt promovierte am Institut für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin.

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