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Frei wie die Zäune

Eine Saison in Virginia. Gedichte. Mit 7 Zeichnungen von Christine Rieck-Sonntag und einer CD: der Autor liest

Elfenbein,
Buch
19,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

«Hier in dem Land / das dich ausspeit / wie ein Wort / das der Lüge zuviel ist»,
heißt es in einem der Gedichte, die Hans Krieger während eines Arbeitsstipendiums in den USA geschrieben hat. Das Erschrecken über dieses Land reicht tief. Ein nächtliches Gewitter ruft Kriegsängste wach. In einem Gedicht heißt es: «Und als vom Traum / der erneuerten Welt / nichts als der Kaugummi blieb / nur die Käfighaft / nur die Taktik des Erstschlags / war das grausame Großherz / immer noch guten Willens / war es durchpulst / von blutiger Güte / und vom Hoffen nicht satt …»
Aber auch das überirdische Leuchten eines Abendhimmels wird zum ekstatischen Wortzauber, die Glaubensinbrunst eines afro-amerikanischen Gottesdienstes wird mitreißendes Klangereignis. Der rhythmische Elan des Autors zwingt Faszination und Entsetzen zusammen, seine Sprachmagie verschmilzt den politischen und zeitkritischen Impetus spannungsvoll mit dem Staunen vor der Schönheit der Natur.
Nach seinem vielbeachteten Gedichtband «Liedschattig», der 2004 erschien, schlägt Hans Krieger jetzt neue Töne an. Vor allem in den fünf «Babelwärts»-Gedichten, die in einer erfundenen Sprache abgefaßt sind und purer Klanggestus zu sein scheinen, aber Wortbedeutungen immer noch erahnen lassen. Wie sie klingen, kann man der beigegebenen CD entnehmen, die den Band zugleich zum Hörbuch macht.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Frei wie die Zäune
Autoren/Herausgeber: Hans Krieger
Illustrator: Christine Rieck-Sonntag
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783941184589

Seitenzahl: 88
Format: 18,5 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 200 g
Sprache: Deutsch

Hans Krieger (geb.­ 1933­ in ­Frankfurt­ a. M.),­ seit­ 1960 ­in­ München­ ansässig, ­hat­ sich­ zunächst ­als­ Kulturjournalist einen Namen gemacht. Für seine publizistische Arbeit wurde er 1997 mit dem Friedrich-Märker-­Preis für Essayistik ausgezeichnet. Er hat bisher acht Gedichtbände veröffentlicht, zuletzt »Birkenlicht« (2015). Auch als Lyrik-­Übersetzer ist er hervorgetreten (Paul Verlaine, Marceline Desbordes-­Valmore und zuletzt Gabriele d’Annunzio: »Alcyone«, mit Ernst­-Jürgen Dreyer und Geraldine Gabor, Elfenbein 2013).

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