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Für die Juden, gegen den Osten?

Umcodierungen im Werk Karl Emil Franzos’ (1848–1904)

Frank & Timme,
Buch
49,80 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Karl Emil Franzos’ Nachleben in der Literaturwissenschaft liest sich – im Gegensatz zu seinen Erfolgen zu Lebzeiten – vielfach als Scheitern. Wo der in Galizien geborene, jüdische Autor nicht vergessen wurde, rügte man seine angebliche Widersprüchlichkeit und Germanisierungstendenz, wo man ihn mit einem missverstandenen Aufklärungsimpetus entschuldigte, warf man ihm doch vor, nicht projüdisch und proöstlich genug geschrieben zu haben, um dem drohenden Antisemitismus wirksam entgegenzutreten. Diese Arbeit unternimmt auf der Basis systemtheoretischer und diskursanalytischer Ansätze eine grundlegende Neubewertung, indem sie Franzos’ Vorgehen als Umcodierung bestehender Stereotype und Aushandlungsbemühung wertet, die in einer Zeit, in der die Semantiken des Antisemitismus erst ihre moderne Prägung erhielten, besonders wichtig war. Hierzu wird auch auf zahlreiche, bislang unedierte Texte aus dem Nachlass zurückgegriffen.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Für die Juden, gegen den Osten?
Autoren/Herausgeber: Paula Giersch
Aus der Reihe: Literaturwissenschaft
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783865964762

Seitenzahl: 528
Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Sprache: Deutsch

Paula Giersch, Jahrgang 1981, studierte Geschichte und Germanistik in Trier und Bologna sowie Journalismus an der Freien Journalistenschule Berlin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Franziska Schößler in dem von der DFG geförderten Sonderforschungsbereich „Fremdheit und Armut. Wandel von Inklusions- und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart“. 2013 wurde sie promoviert.

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