Erweiterte
Suche ›

Generationen

Zur Relevanz eines wissenschaftlichen Grundbegriffs

Taschenbuch
35,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

'68er-Generation', 'Generation Golf', 'Generation Ally' oder 'Generation Golfkrieg', 'Generationenvertrag oder 'Generationengerechtigkeit': In der Öffentlichkeit wird der Begriff der Generation geradezu inflationär gebraucht.
Daneben ist das Leben in Generationen eine Alltagserfahrung. Die Tatsache, daß jeder Mensch Eltern hat, die meisten auch Kinder, gehört zu den persönlichen Erfahrungen, die den Begriff 'Generation' wie selbstverständlich in unserer Sprache verankern. Darüber hinaus ist die Konstruktion von 'Generationen' eng mit der Entstehung der europäischen Moderne verbunden, mit der Differenzierung der einstigen Großfamilie und der Entdeckung von Jugend als Entwicklungsbegriff. 'Generationen' erscheinen als kollektive Akteure, die einen 'natürlichen ' Anspruch auf die Leitungspositionen der Gesellschaft besitzen. Wurde vormals mit 'Stand' oder 'Klasse', später auch mit der Kategorie 'Geschlecht' Gesellschaft strukturiert, so hat mittlerweile der Begriff der 'Generation' einen ebenbürtigen Rang erhalten. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes befragen kritisch die unterschiedlichen Gebrauchsweisen des 'Generationenbegriffs' und erkunden historisch, soziologisch, psychoanalytisch, medien- und kulturwissenschaftlich die Bedeutung, die er für die Wahrnehmung und Deutung von Geschichte und Gesellschaft ebenso wie als Handlungsbegriff hat. Damit gibt der Band nicht nur einen umfassenden und reflektierenden Überblick zur aktuellen Generationenforschung. Er lotet auch die Potentiale der Kategorie 'Generation' für eine moderne Sozialwissenschaft des 21. Jahrhunderts aus.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Generationen
Autoren/Herausgeber: Ulrike Jureit, Michael Wildt (Hrsg.)
Weitere Mitwirkende: Christina Benninghaus, Heinz Bude, Christina von Hodenberg, Ulrike Jureit, Heinz Dieter Kittsteiner, Habbo Knoch, Erika Krejci, Kurt Lüscher, M. Rainer Lepsius, Kaspar Maase, Mark Roseman, Sigrid Weigel, Michael Wildt
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783936096583

Seitenzahl: 354
Sprache: Deutsch

Ulrike Jureit, Dr. phil., ist Historikerin und Wissenschaftlerin am Hamburger Institut für Sozialforschung. Bis 2004 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Sprecherin im Team der Ausstellung 'Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944'. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Biographie- und Lebenslaufforschung, Politische Kollektivität, Oral History, Generationenforschung, Erinnerungskultur und Gedächtnisforschung und Raum als politischer Ordnungsbegriff.

buchhandel.de - Newsletter
Möchten Sie sich für den Newsletter anmelden?


Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Lieber nicht