Erweiterte
Suche ›

Ich war nie Expressionist

Kurt Hiller im Briefwechsel mit Paul Raabe. 1959-1968

von
Wallstein,
Buch
29,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Expressionismus aus erster Hand – Kurt Hiller im Gespräch mit Paul Raabe

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Ich war nie Expressionist
Autoren/Herausgeber: Ricarda Dick (Hrsg.)
Weitere Mitwirkende: Paul Raabe

ISBN/EAN: 9783835307858

Seitenzahl: 308
Produktform: Hardcover/Gebunden
Sprache: Deutsch

Kurt Hiller (1885-1972) schrieb u.a. für 'Pan', den 'Sturm', 'Die Aktion' und 'Die Weltbühne', führendes Mitglied der deutschen Friedensbewegung, 1933 zunächst in Konzentrationslagern, 1934 Flucht nach Prag, seit 1938 Exil in London, 1955 Rückkehr nach Deutschland.
Paul Raabe, geb. 1927, Literatur- und Buchhistoriker, war seit 1958 Leiter der Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs Marbach, 1968-1992 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, danach bis 2000 Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale.
Die Herausgeberin
Ricarda Dick, geb. 1965, freie Literaturwissenschaftlerin. Mitarbeiterin des Literatur- und Kunstinstituts Hombroich. Gab zuletzt heraus: 'Else Lasker Schüler: Die Bilder' (2010).

Im Jahr 1959 bereitet Paul Raabe im noch jungen Literaturarchiv Marbach die heute legendäre Ausstellung 'Expressionismus. Literatur und Kunst 1910-1923' vor und beginnt damit, eine gänzlich unter den Trümmern zweier Weltkriege und dem Nationalsozialismus verschüttete Strömung wieder freizulegen. Bei den Vorbereitungen tritt er in Kontakt zu einem der zentralen Akteure dieser deutschen Avantgarde, der erst 1955 aus dem Londoner Exil zurückgekehrt ist: Kurt Hiller.
Hiller hatte 1909 in Berlin den 'Neuen Club' gegründet, zu dem später u.a. Ernst Blass, Georg Heym und Jakob van Hoddis stoßen sollten, er initiierte das 'Neopathetische Cabaret', in dem die junge Literatur damals ihre ersten Auftritte hatte, und er gab 1912 die Sammlung 'Der Kondor' heraus, die erste Gedichtanthologie der vielgestaltigen literarischen Bewegung, der Hiller selbst den Namen 'Expressionismus' verlieh.
Raabe trifft hier auf einen Zeitzeugen ersten Ranges: Hiller gibt in geschliffener Sprache voll von bissigen Pointen und markanten Zuspitzungen Auskunft über Lebensläufe, Publikationen und Ereignisse. Dem Expressionismus gegenüber sachlich distanziert, doch emotional höchst beteiligt, zeigt Hiller sich auch im Alter noch als streitbarer politischer Denker und Literat. In seinem Dialog mit dem Forscher und Chronisten Raabe wird die turbulente Zeit zwischen 1910 und 1920 wieder lebendig.

buchhandel.de - Newsletter
Möchten Sie sich für den Newsletter anmelden?


Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Lieber nicht