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Im Stillen Park der untoten Seelen - Großdruck

Tamaras Notizen - auf den Spuren von Träumen und ungeweinten Tränen

AAVAA Verlag,
Taschenbuch
11,95 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen
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Kurzbeschreibung

Sie ist in der Krypta abgebildet, im Ehrenmal für die gefallenen Sowjetsoldaten in Berlin Treptow. Sie arbeitete 1949 im Baustab als Dolmetscherin und wurde als Modell für das Mosaikbild in der Krypta ausgewählt: Tamara (1915-1984). Warum? Weil sie eine gebürtige Russin ist. Eine Moskauerin. Sie ist schön, klug und zuverlässig. Wer sie ist, wann sie nach Deutschland kam, wie sie als Mutter mit ihren Kindern den Krieg gegen ihr Vaterland überstand, wie sie nach 1945 als Dolmetscherin mithalf, die Verbindungen zwischen den späteren DDR-Bürgern und sowjetischen Wissenschaftlern, die zu Studienzwecken im Lande weilten, enger zu knüpfen, das kann man jetzt in dem Buch „Im Stillen Park der untoten Seelen“ Tamaras Notizen – Auf den Spuren von Träumen und ungeweinten Tränen nachzulesen.
Der Leser wird in den Tagebuchnotizen der Tamara – die sie mit jungen Mädchenjahren in Moskau begonnen hatte, ihre Träume und ihre Ansprüche an das Leben - und in ihren Briefen an ihre Kinder nachempfinden können, wie die gebürtige Moskauerin nach wie vor eine starke Sehnsucht nach „ihren Landsleuten“ hatte, dass sie sich 1949 scheiden ließ von ihrem deutschen Mann und warum sie – trotz enger Beziehungen zur Familie ihres ältesten Sohnes – als geistvolle, anspruchsvolle und sehr geachtete Dolmetscherin wegen zunehmender Krankheiten und anderer Probleme wie mitunter noch anzutreffender Russenfeindlichkeit immer mehr vereinsamte. Bewundernswert ihre Liebe zur Weltliteratur, ihre Belesenheit, ihre Offenherzigkeit und ihre Hilfsbereitschaft gegenüber anderen in Bedrängnis geratener Menschen. Sie war eine Seele von Mensch und unnachgiebig gegenüber politischer Dummheit und Gleichgültigkeit.
Die Notizen der Tamara werden durch Texte ihres Sohnes Henry Petrow aus seinem Berufsleben als Offizier und Militärjournalist der NVA ergänzt. Das Manuskript ist in zwei Teile geteilt: Die Moskauer und die Berliner Notizen der Russin vor und nach 1945 sowie Ansichten und Erlebnisse des Sohnes Henry vor und nach der Wendezeit 1989. So erhalten vor allem jüngere Leser ein lebendiges Bild aus dem Alltag der DDR, wenn auch aus verschiedenen persönlichen und beruflichen Blickwinkeln. Ein Buch, das – emotional vor allem - in die Seele einer Russin und in die Beziehungen zwischen Mutter und ihren Kindern einen interessanten Einblick gewährt.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Im Stillen Park der untoten Seelen - Großdruck
Autoren/Herausgeber: Harry Popow
Ausgabe: Großdruck

ISBN/EAN: 9783845919577
Originalsprache: Deutsch

Seitenzahl: 503
Format: 21 x 15 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 629 g
Sprache: Deutsch

Geboren 1936 in Berlin-Tegel, erlebte Harry Popow noch die letzten Kriegsjahre. Ab 1953 war er Berglehrling im Zwickauer Steinkohlenrevier und ab Herbst 1954 Kollektor in der Außenstelle der Staatlichen Geologischen Kommission der DDR in Schwerin. Unter dem Versprechen, Militärgeologie studieren zu können, warb man ihn im Herbst des gleichen Jahres für eine Offizierslaufbahn in der KVP, später NVA. In den bewaffneten Kräften diente er als Zugführer, Politstellvertreter und Militärjournalist bis 1986. Den Titel Diplomjournalist erwarb er sich im fünfjährigen Fernstudium. Nach Beendigung der fast 32-jährigen Dienstzeit arbeitete der Autor bis Ende 1991 als Journalist und Berater im Fernsehen der DDR. 1961 hatte er Ingrid Hahn geheiratet, mit der er sehr glücklich verheiratet ist. Sie haben drei Kinder, zwei Enkel und eine Enkelin. Als Hobby malt und schreibt er, so u.a. Buchrezensionen zu kritischen politischen Sachbüchern.

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