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Instrument unde Declinatie der Suennen

Das älteste niederdeutsche Navigationshandbuch von Jacob Alday aus dem Jahr 1578. Handgefertigter Faksimile-Band

von
Oceanum Verlag ,
Buch
89,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Seefahrer von den deutschen Küsten hatten bekanntlich keinen maßgeblichen Anteil an den großen Reisen des Entdeckungszeitalters. Dennoch gehört das in niederdeutscher Sprache verfasste 'Instrument unde Declinatie der Sünnen' von Jacob Alday aus dem Jahr 1578 zu den ältesten Navigationshandbüchern Nordeuropas. Es enthält – zum ersten Mal im deutschen Sprachraum – eine Einführung in die in Portugal und Spanien Ende des 15. bis Anfang des 16. Jahr hunderts entwickelten Methoden der astro nomischen Navigation nach Sonne und Polarstern. In diesem Band wird in Beispielen erläutert, wie aus einer Sonnenbeobachtung mit Astrolabium oder Jakobsstab die Breite errechnet werden kann und welche Korrektur bei einer Messung der Polarsternhöhe angebracht werden muss. Auch die nötigen Tafeln der Sonnendeklination für jeden Tag im Vier jahres-Zyklus enthält der interessante Band und außerdem eine fürdie Breitensegelei nötige Tabelle mit den Breiten der wich tigsten Kaps, Inseln und Häfen von Westafrikabis zum Nordkap.Im Gegensatz zu ihren iberischen Kollegen brauchten die Steuerleute der nordwesteuropäischen Küsten aber auch Methoden und Werkzeuge, um den Einfl uss – vor allem die Zeit – der örtlichen Tide zu ermitteln. AldaysBüchlein enthält hierzu (als erstes gedrucktes Werk) ein Scheiben-Instrument aus Papier, den ältesten bisher bekannten Tidenrechner, dessen Prinzip noch heute für die genäherte Gezeitenberechnung verwendet werden kann.Wer Jacob Alday war, lässt sich nur aus Indizien erschließen: Er war sehr wahrscheinlich Engländer und wurde schon früh mit den portugiesischen und spanischen Navigationsmethoden vertraut. Er fuhr später für die englische 'Muscovy Company' und schließlich für den dänischen König zur See.Dass sein Buch den deutschen Steuerleuten den Weg nach den fernen Küsten und den Schätzen des Orients gewiesen hätte, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Details
Schlagworte
Hauptbeschreibung

Titel: Instrument unde Declinatie der Suennen
Weitere Mitwirkende: Wolfgang Köberer, Klaus Stiedenrod
Aus der Reihe: Raritäten der Seefahrtsgeschichte aus dem Deutschen Schiffahrtsmuseum
Ausgabe: Faksimile

ISBN/EAN: 9783869271033

Format: 26,5 x 42 cm
Produktform: Ledegebunden
Sprache: Deutsch,

Seefahrer von den deutschen Küsten hatten bekanntlich keinen maßgeblichen Anteil an den großen Reisen des Entdeckungszeitalters. Dennoch gehört das in niederdeutscher Sprache verfasste 'Instrument unde Declinatie der Sünnen' von Jacob Alday aus dem Jahr 1578 zu den ältesten Navigationshandbüchern Nordeuropas. Es enthält – zum ersten Mal im deutschen Sprachraum – eine Einführung in die in Portugal und Spanien Ende des 15. bis Anfang des 16. Jahr hunderts entwickelten Methoden der astro nomischen Navigation nach Sonne und Polarstern. In diesem Band wird in Beispielen erläutert, wie aus einer Sonnenbeobachtung mit Astrolabium oder Jakobsstab die Breite errechnet werden kann und welche Korrektur bei einer Messung der Polarsternhöhe angebracht werden muss. Auch die nötigen Tafeln der Sonnendeklination für jeden Tag im Vier jahres-Zyklus enthält der interessante Band und außerdem eine fürdie Breitensegelei nötige Tabelle mit den Breiten der wich tigsten Kaps, Inseln und Häfen von Westafrikabis zum Nordkap.Im Gegensatz zu ihren iberischen Kollegen brauchten die Steuerleute der nordwesteuropäischen Küsten aber auch Methoden und Werkzeuge, um den Einfl uss – vor allem die Zeit – der örtlichen Tide zu ermitteln. AldaysBüchlein enthält hierzu (als erstes gedrucktes Werk) ein Scheiben-Instrument aus Papier, den ältesten bisher bekannten Tidenrechner, dessen Prinzip noch heute für die genäherte Gezeitenberechnung verwendet werden kann.Wer Jacob Alday war, lässt sich nur aus Indizien erschließen: Er war sehr wahrscheinlich Engländer und wurde schon früh mit den portugiesischen und spanischen Navigationsmethoden vertraut. Er fuhr später für die englische 'Muscovy Company' und schließlich für den dänischen König zur See.Dass sein Buch den deutschen Steuerleuten den Weg nach den fernen Küsten und den Schätzen des Orients gewiesen hätte, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

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