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Integration versus Salafismus

Identitätsfindung muslimischer Jugendlicher in Deutschland. Analysen • Methoden der Prävention • Praxisbeispiele

Wochenschau Verlag,
Buch
9,80 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Dies ist die erste Publikation, die in einem interdisziplinären und praxisnahen Ansatz Wissenschaft, Sicherheitspolitik, Integrationspolitik, Jugend- und Bildungspolitik verzahnt und die Thematik Salafismus/Islamismus aus diesen verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Der Band gibt Impulse, wie pädagogische Arbeit der spezifischen Suche junger Musliminnen und Muslime nach Orientierung und Identität gerecht werden und auf diese Weise Integration in die demokratische Gesellschaft gefördert werden kann.
Die Suche nach Identität und Orientierung gestaltet sich für junge Menschen in einer unübersichtlichen pluralistischen Gesellschaft mitunter schwierig. Muslimische Jugendliche stehen dabei vor verschiedenen zusätzlichen Herausforderungen. Sie müssen entscheiden, wie sie mit dem häufig negativen Image des Islams in der westlichen Gesellschaft umgehen sollen, wie sie ihren Glauben leben wollen und wie bzw. wo sie sich über diesen Glauben informieren. Islamisten bieten hier mit ihrem klaren Schwarz-Weiß-Weltbild scheinbar einfache Lösungen für komplexe und differenzierte Fragen und stellen zugleich den Islam als Gegenentwurf zur westlichen Gesellschaftsordnung dar. Vor allem Salafisten, die in letzter Zeit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt und den öffentlichen Diskurs bestimmt haben, propagieren dieses Weltbild besonders offensiv. Mit modernen Kommunikationsmitteln, wie den sozialen Netzwerken im Internet (web 2.0), erreichen sie dabei vor allem junge Menschen. Muslime sollen zum „wahren Glauben“ geführt werden, Nichtmuslime für ihre Islamsicht gewonnen werden. Die dahinterstehende extremistische Ideologie ist oft nicht auf den ersten Blick erkennbar.
Zivilgesellschaftliche Angebote haben daher die Aufgabe, junge Menschen für die Demokratie zu gewinnen und sie zu motivieren, an der Gesellschaft teilzuhaben. Mit vielfältigen präventiven Maßnahmen aus dem Integrations- und Bildungsbereich können Gesellschaft und Politik verhindern, dass junge Menschen „leichte Beute“ für Extremisten werden. In diesem Band stellen zivilgesellschaftliche und staatliche Stellen Projekte und konkrete Schritte vor, um in der pädagogischen Praxis Prävention und Integration zu stärken.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Integration versus Salafismus
Autoren/Herausgeber: Wael El-Gayar, Katrin Strunk (Hrsg.)
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783899749441

Seitenzahl: 160
Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 257 g
Sprache: Deutsch

Bernd Ridwan Bauknecht ist Lehrer für Islamkunde und Islamischen Religionsunterricht in Bonn. Er studierte Islamwissenschaft und Empirische Kulturwissenschaft in Tübingen und ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz (DIK) der Bundesregierung. Als Sachverständiger ist er am „dialog forum islam“ (dfi) der nordrhein-westfälischen Landesregierung beteiligt.
Herbert Czarnyan ist Kriminalhauptkommissar im Kommissariat Prävention/Opferschutz der Essener Polizei und Kontaktbeamter für Muslimische Institutionen.
Wael El-Gayar ist stellvertretender Referatsleiter im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Politik- und Islamwissenschaftler zählen zu seinen Arbeitsschwerpunkten die Themenbereiche „Dialog mit dem Islam“ und „Integration durch Bildung“. Er hat als Referent im Bundesministerium des Innern am Konzept der Deutschen Islam Konferenz maßgeblich mitgewirkt und ist heute Geschäftsführer des „dialog forum islam“ (dfi) der nordrhein-westfälischen Landesregierung.
Dr. Olaf Farschid ist wissenschaftlicher Referent für Islamismus und islamistischen Terrorismus in der Senatsverwaltung für Inneres Berlin. Als Islamwissenschaftler arbeitet er an den Themen islamistische Ideologie, islamische Ökonomik und politische Ikonographie des Nahen Ostens.
Dr. Michael Kiefer leitet in Düsseldorf das Dialoggruppenprojekt „Ibrahim trifft Abraham“ und arbeitet als Islam- und Politikwissenschaftler am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Osnabrück zu Fragen des interreligiösen Dialogs und der Radikalisierungsprävention.
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide ist Professor für Islamische Religionspädagogik und Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster. Als Soziologe und islamischer Theologe ist er zudem Koordinator des Graduiertenkollegs Islamische Theologie der Stiftung Mercator. Ferner ist er als Sachverständiger am „dialog forum islam“ (dfi) der nordrhein-westfälischen Landesregierung beteiligt.
Roland Mecklenburg ist Vorsitzender des Landesjugendrings Nordrhein-Westfalen und Referent für Jugendpolitik bei der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Nordrhein-Westfalen. Er ist zuständig für das Handlungsfeld Interkulturelle Öffnung.
Dr. Jochen Müller ist Islamwissenschaftler und gemeinsam mit Dr. Götz Nordbruch Gründer des Vereins ufuq.de, in Berlin. Seine Schwerpunktthemen sind Islam und Islamismus, Jugendkulturen und Medien in der Einwanderungsgesellschaft sowie Islamfeindlichkeit. Er erstellt Materialien und Module für die pädagogische Arbeit und bietet Fortbildungsveranstaltungen für Multiplikator/innen an.
Dr. Götz Nordbruch ist Islamwissenschaftler und gemeinsam mit Dr. Jochen Müller Gründer des Vereins ufuq.de, in Berlin. Seine Schwerpunktthemen sind Islam und Islamismus, Jugendkulturen und Medien in der Einwanderungsgesellschaft sowie Islamfeindlichkeit. Er erstellt Materialien und Module für die pädagogische Arbeit und bietet Fortbildungsveranstaltungen für Multiplikator/innen an.
Halit Pismek ist der Imam der Essener Ayassofya Moschee und Konfliktvermittler bei der Arbeiterwohlfahrt Essen.
Dirk Sauerborn ist Polizeihauptkommissar im Polizeipräsidium Düsseldorf, Ansprechpartner für Interkulturelle Aufgaben der Polizei und Kontaktbeamter für Muslimische Institutionen.
Dr. Riem Spielhaus forscht am Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zu urbanen Lebenswelten und der Religionspraxis von Musliminnen und Muslimen sowie der Institutionalisierung des Islams in Europa. Sie war ständiges Mitglied des Gesprächskreises Sicherheit und Islamismus der Deutschen Islam Konferenz (DIK). Sie ist Trägerin des Augsburger Wissenschaftspreises für Interkulturelle Studien 2010.
Katrin Strunk ist Referentin im Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Arabistin und Turkologin ist sie in der Abteilung Verfassungsschutz für den Themenbereich „Islamismusprävention“ zuständig und für das Präventionsprogramm „Wegweiser“ verantwortlich.
Deniz Ünlü ist Sozialwissenschaftlerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). Gemeinsam mit dem Verein ufuq.de arbeitet sie seit Jahren in verschiedenen Projekten zu Jugendkulturen sowie Islam und Islamismus in Deutschland. Sie ist auch Autorin der siebenteiligen Filmreihe „Islam, Islamismus und Demokratie“.
Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan ist der wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung sowie Professor für Moderne Türkeistudien und Integrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen. Als Psychologe zählen zu seinen Forschungsschwerpunkten die Themenbereiche: Intellektuelle Entwicklung im Kindesalter, Jugendgewalt und Jugendentwicklung im kulturellen und interkulturellen Kontext, Interkulturelle Familien- und Erziehungsforschung, Islam und Integration, Gesundheit und Migration. Als Sachverständiger ist er am „dialog forum islam“ (dfi) der nordrhein-westfälischen Landesregierung beteiligt.
Prof. Dr. Hans-Jürgen von Wensierski ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Rostock und als Diplom-Pädagoge Projektleiter des DFG-Forschungsprojektes „Junge Muslime in Deutschland“. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Jugendforschung; Biografieforschung; Jugendhilfeforschung; Jugendbildung; Medienpädagogik.
Halima Zaghdoud Ist Sozialpädagogin und arbeitet im RAA-Büro für Interkulturelle Arbeit der Stadt Essen. Sie leitet das Projekt „Interkulturelles Dialogkonzept“.

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