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International European Symposium on Stored Product Protection "Stress on chemical products"

May 25-26, 2009 in Berlin

von
Buch
12,95 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Bereits in der AGENDA 21 der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro wird auf den steigenden Nahrungsmittelbedarf der Weltbevölkerung hingewiesen. Eine Gegenüberstellung der FAO von Nachfrage und heutiger globaler Agrarproduktion hat zum Ergebnis, dass die
Agrarproduktion die auf Grund der Änderung der Ernährungsgewohnheiten, der Urbanisation, des wirtschaftlichen Wachstums in Schwellenländern und der anwachsenden Bevölkerung in Entwicklungsländern steigende Nachfrage
derzeit nicht kompensieren kann. Als Konsequenz wird die Verdoppelung der Nahrungsmittelerzeugung bis zum Jahr 2050 für erforderlich gehalten.
Die steigende Nachfrage wird einerseits zu einer gesteigerten Produktivität auf dem bestehenden Ackerland führen, da ansonsten große Naturflächen mit unverzichtbarer Umweltfunktion in landwirtschaftliche Kulturflächen umgewidmet werden müssten. Andererseits kommt dem Schutz der mit hoher Intensität erzeugten Agrargüter eine
wachsende Bedeutung zu, da es eine Verschwendung natürlicher und menschlicher Ressourcen, aber auch von Wirtschaftsgütern bedeutet, wenn diese nach der Ernte nicht ausreichend geschützt und den Schadorganismen überlassen werden. Die Nachernteverluste werden derzeit auf 10 bis 25 % der Menge geschätzt. Neben der Menge spielt jedoch auch die Qualität eine entscheidende Rolle. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln zu angemessenen Preisen als auch im Hinblick auf eine
einwandfreie gesundheitliche Qualität und im Hinblick auf den Handel mit anderen Ländern, um die Ein- oder Verschleppung gefährlicher Schadorganismen zu verhindern.
Umso erstaunlicher ist der vergleichsweise geringe Stellenwert des Nachernte- und Vorratsschutzes in Politik und Forschung. Einer der maßgeblichen Gründe dafür ist sicherlich die Tatsache, dass in den entwickelten Ländern die Erzeugung einer ausreichenden Menge in der Regel kein Problem bietet und für den ausreichenden Schutz des Erntegutes wirksame Pflanzenschutzmittel zur Verfügung standen.
Dies hat sich jedoch grundlegend geändert. Mit dem Wegfall von Methylbromid und der EU weiten Überprüfung aller Pflanzenschutzmittelwirkstoffe anhand höherer Sicherheitsstandards für Mensch und Umwelt hat das Arsenal
an wirksamen Bekämpfungsmöglichkeiten im Vorratsschutz drastische Einschränkungen erfahren.
Zwar ist die Forschung zur Entwicklung von Alternativen zwischenzeitlich nicht stehen geblieben und hat auch Erfolge aufzuweisen, dennoch zeigen die Diskussionen um einzelne, im Vorratsschutz standardmäßig verwandte Wirkstoffe mit welch gravierenden Auswirkungen der Wegfall bereits eines einzigen Wirkstoffs verbunden ist.
Vor diesem Hintergrund ist es mehr als dringlich, das Bewusstsein der Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Forschung auf die unabdingbare Notwendigkeit für den Erhalt eines nachhaltigen Vorratsschutzes zu sichern
und die erforderlichen kurz- und mittelfristigen Maßnahmen aufzuzeigen.
Es ist sehr zu begrüßen, dass dieser Prozess vom Julius Kühn-Institut mit der Veranstaltung eines Internationalen Europäischen Symposiums on Stored Product Protection „Stress on chemical products“ unterstützend aufgegriffen wurde. Nunmehr gilt es, die zusammengetragen Fakten aufzubereiten und zu vermitteln. Die Zeit eilt!

Details
Schlagworte

Titel: International European Symposium on Stored Product Protection "Stress on chemical products"
Aus der Reihe: Julius-Kühn-Archiv

ISBN/EAN: 9783930037698

Seitenzahl: 96
Format: 24 x 17 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 225 g
Sprache: Englisch

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