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Ist die Manipulation von KIndern und Jugendlichen in der pädagogischen Arbeit moralisch vertretbar? Eine Antwortsuche mit Hilfe von Kant

GRIN Verlag,
E-Book ( PDF ohne Kopierschutz )
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Kurzbeschreibung

Essay aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,0, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart, Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtet man Menschen in ihrem alltäglichen Leben, so stellt man schnell fest, dass fast alle von ihnen versuchen, ...

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Hauptbeschreibung

Titel: Ist die Manipulation von KIndern und Jugendlichen in der pädagogischen Arbeit moralisch vertretbar? Eine Antwortsuche mit Hilfe von Kant
Autoren/Herausgeber: Melissa Kollek
Ausgabe: 1., Auflage

ISBN/EAN: 9783668200609

Seitenzahl: 7
Produktform: E-Book
Sprache: Deutsch

Essay aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,0, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart, Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtet man Menschen in ihrem alltäglichen Leben, so stellt man schnell fest, dass fast alle von ihnen versuchen, ihre Interessen gegenüber anderen durchzusetzen und so ihre Ziele zu erreichen. Dies ist kann in unterschiedlich starker Ausprägung geschehen, abhängig von der individuellen Persönlichkeit des einzelnen und vom situativen Kontext: Für den einen ist es wichtiger, anderen keine Probleme zu bereiten, während es für den Kollegen vertretbar erscheint, sich früh ins Wochenende zu verabschieden und den anderen mit der Arbeit allein zu lassen. Eine Mutter nimmt es vielleicht achselzuckend hin, wenn der Nachbar zum mehrfach die Kehrwoche vergisst, diskutiert jedoch mit der Lehrerin ihres Kindes erbittert über eine als ungerecht empfundene Note.
Unabhängig von der Ausprägung scheint das Durchsetzen der Eigeninteressen eine natürliche menschliche Handlung zu sein. Dies tritt bereits im frühen Kindesalter zutage, denkt man beispielsweise an das Süßigkeitenregal im Supermarkt, vor welchem Kinder ihren Willen mittels Quengeln und Geschrei durchsetzen wollen. Beinahe jeder greift bei dem Versuch, seine Interessen durchzusetzen, auch zu Mitteln, die zwar zielführend sind, aber negative Begleiterscheinungen mit sich bringen: Die Mutter erreicht vielleicht bei der Lehrerin eine Verbesserung der Note, gilt aber fortan im Lehrerkollegium als Störenfried, während das Kind glaubt, die Mutter werde schon immer „die Kohlen aus dem Feuer holen“.
Im Besonderen gilt dies aber für die Arbeit mit Menschen, also die pädagogische Arbeit. Was anderem dient denn z.B. eine Verhaltensmodifikation nach Skinner als dem Erreichen eines gewünschten Verhaltens, also auch dem Eigeninteresse? In pädagogischen Berufen stellt man sich häufig die Frage, wie ein gewünschtes Verhalten beim Gegenüber erreicht werden kann. Dies dient sicherlich nicht immer nur dem Gegenüber, sondern, und hier kommen wir an einen problematischen Punkt, auch dem/der pädagogisch Tätigen. Der Grat zur Manipulation anderer, um sein pädagogisches Ziel zu erreichen –welches zudem nicht immer aus moralisch einwandfreien Gründen zum Ziel wird –ist, dies soll weiter unten gezeigt werden, schmal. Dennoch ist dabei auch die Frage zu stellen, ob eine moralisch bedenkliche Handlung nicht doch zu rechtfertigen ist, wenn das durch die erreichte Ziel großen Nutzen bringt?

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