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Johannes Haller

Eine politische Gelehrtenbiographie

Buch
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Kurzbeschreibung

Benjamin Hasselhorn analysiert Leben und Werk eines der bedeutendsten Historiker des frühen 20. Jahrhunderts.

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Hauptbeschreibung

Titel: Johannes Haller
Autoren/Herausgeber: Benjamin Hasselhorn
Aus der Reihe: Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783525360842

Seitenzahl: 480
Format: 23,7 x 16 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Sprache: Deutsch

Dr. Benjamin Hasselhorn is Scientific Assistant at the Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt.

Johannes Haller war der wohl meistgelesene deutsche Historiker seiner Zeit. Allgemeinverständliche Darstellungen zur deutschen Geschichte und mediävistische Arbeiten zur Kirchen- und vor allem zur Papsttumsgeschichte begründeten seinen öffentlichen und wissenschaftlichen Ruhm. Der Deutschbalte und Wahl-Römer gehörte aber trotzdem zeitlebens eher zu den Außenseitern innerhalb der Geschichtswissenschaft. Dafür dürften vor allem Hallers von vielen als 'schwierig' wahrgenommener Charakter und seine ausgesprochene Neigung zur Polemik ausschlaggebend gewesen sein. Ein anhaltender Nachruhm blieb ihm außerdem aufgrund seiner politischen Positionierung nach 1918 versagt: Zuerst deutschnationaler Kritiker der Weimarer Republik, zeigte er Anfang der 1930er Jahre Sympathien für die nationalsozialistische Bewegung, die ihn zu einer 'angewiderten Bewunderung' (Heribert Müller) des NS-Regimes führten. Dem Urteil von Golo Mann ('ein Patriot', ein 'leidenschaftlicher Deutscher') über Haller als Parteigänger der 'Konservativen Revolution' folgend hat Benjamin Hasselhorn die Biografie einer zutiefst widersprüchlichen Person und eines Gelehrten geschrieben, in dem sich Anachronismus und Zeitgemäßheit verbanden. An Haller werden vor und unmittelbar nach 1933 Nähe und Distanz eines deutschnationalen Konservativen zum Nationalsozialismus besonders deutlich. Diese Position charakterisiert und legitimiert diesen Außenseiter als repräsentativ für eine starke Strömung in der Politik- und Geistesgeschichte Deutschlands vor und nach der Weimarer Republik.

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