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Kurzbeschreibung

Ein großes episches Werk voller Weisheit und Witz, ergänzt durch ein Gespräch mit Jorge Luis Borges

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Hauptbeschreibung

Titel: Jüdische Gauchos
Autoren/Herausgeber: Alberto Gerchunoff, Liliana R Feierstein (Hrsg.)
Übersetzer: Stefan Degenkolbe
Weitere Mitwirkende: Jorge Luis Borges
Aus der Reihe: Jüdische Spuren
Ausgabe: 1., Aufl.

ISBN/EAN: 9783942271080
Originaltitel: Los Gauchos Judíos
Originalsprache: Spanisch

Seitenzahl: 192
Format: 19,1 x 11,4 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 215 g
Sprache: Deutsch

Alberto Gerchunoff (Proskurow 1884 – Buenos Aires 1950) gilt als der Vater der jüdisch-argentinischen Literatur. Er wurde im russischen Podolien (heute Ukraine) geboren und gehörte 1889 mit seinen Eltern zu den ersten jüdischen Einwanderern in Moisés Ville in Argentinien. Nachdem sein Vater von einem betrunkenen Gaucho ermordet worden war, übersiedelte die Familie in die Landwirtschaftskolonie Rajil, einige Jahre später nach Buenos Aires. Gerchunoff war weitestgehend Autodidakt, er arbeitete als Straßenhändler und später als Zeitungsredakteur, bevor er zu einer den zentralen Figuren der argentinischen Intellektuellen wurde. Neben Essays zu Heine und Cervantes, schrieb er Erzählungen. Sein Werk "Jüdische Gauchos" ist ein einzigartiges Zusammentreffen von aschkenasischer Tradition mit sephardischer Sprache auf lateinamerikanischem Boden.

"Jüdische Gauchos" (1910) ist der Gründungstext der jüdisch-lateinamerikanischen Literatur. Mit der Erzählung über die Anfänge der jüdischen Kolonien Argentiniens dokumentiert Gerchunoff eine Bewegung, die die jüdischen Wurzeln mit der Wiederentdeckung der historischen Lebensform als Bauern- und Hirtenkultur zurückgewinnen wollte, was aber nicht zugleich die Heimkehr nach Palästina bedeuten musste. Anlässlich der ersten 100 Jahre der Unabhängigkeit Argentiniens berichtet "Jüdische Gauchos" von der Utopie, dass jüdische Bauern gleichberechtigte Staatsbürger Argentiniens sein könnten. Einige Jahre später, 1919, wird Argentinien den ersten Pogrom erleben. 1975, während der Premiere der Verfilmung des Buches, wird auf das Kino ein Anschlag mit Handgranaten verübt.
Gerchunoffs Stil ist vom Modernismus und Naturalismus geprägt, seine Erzählweise und sein Humor lassen immer wieder seine großen Vorbilder Cervantes und Heine erkennen. Sein außergewöhnliches Werk hat Rubén Darío beeinflusst und wurde für seinen „fast unverschämten Charme“ von Jorge Luis Borges gepriesen.

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