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Jurek Becker - Schriftsteller und Drehbuchautor, SED - Parteimitglied und Reformer, Pole und Deutscher, Atheist und Jude

GRIN Verlag,
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Kurzbeschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Biographien, Note: 1,7, Universität Potsdam (Geschichte), Veranstaltung: HS: Das Bild der Hölle - Die Intellektuellen und Auschwitz, Sprache: Deutsch, Abstract: [.] Der Roman
„Jakob der Lügner“ war der große Wendepunkt in Jurek Beckers Leben. Neben der großen
nationalen Anerkennung wurde er mit.

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Hauptbeschreibung

Titel: Jurek Becker - Schriftsteller und Drehbuchautor, SED - Parteimitglied und Reformer, Pole und Deutscher, Atheist und Jude
Autoren/Herausgeber: Tim Olster
Ausgabe: 1., Auflage

ISBN/EAN: 9783638236546

Seitenzahl: 31
Produktform: E-Book
Sprache: Deutsch

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Biographien, Note: 1,7, Universität Potsdam (Geschichte), Veranstaltung: HS: Das Bild der Hölle - Die Intellektuellen und Auschwitz, Sprache: Deutsch, Abstract: [.] Der Roman
„Jakob der Lügner“ war der große Wendepunkt in Jurek Beckers Leben. Neben der großen
nationalen Anerkennung wurde er mit dem Buch auch international bekannt und etablierte
sich endgültig als Schriftsteller. [.] Der Erfolg
des Romans machte Becker mutiger - besonders im Umgang mit der DDR- Führung. Insofern
kann man das Buch als eine Zäsur in seinem schriftstellerischen Schaffen werten. An dieser
Stelle unterbreche ich die Darstellung des Werdeganges, um mich intensiver mit dem
Schreibstil zu beschäftigen, der nach der Meinung der Literaturkritiker sich sehr stark an die
alte jüdische Erzähltradition anlehnt. Der unterschwellige Humor, mit dem „Jakob der
Lügner“ geschrieben worden ist, hat mir persönlich erst den Zugang zur Shoah ermöglicht.
Davor war diese nur ein Abbild des Schreckens vergangener NS- Zeiten für mich, dessen Last
man als 3. Generation nach Auschwitz noch immer mit sich trägt.
Aufgrund meiner Sozialisierung in der DDR, in der die Ablehnung des Faschismus und die
Ehrung seiner Opfer zum Alltag gehörte sowie dem Geschichtsstudium, das sich ebenfalls auf
eine andere Art intensiv mit der Materie beschäftigt, hat sich eine gewisse Ermüdung bei der
Rezeption dieser Thematik bei mir eingestellt. Filme, wie „Schindlers Liste“ und „Der
Pianist“, haben in meinen Augen ihre Berechtigung, obwohl ich mich nicht als Zielgruppe
empfinde. Vielmehr sehe ich die Filme als Aufklärungsmaterial für die heutigen
Teenagergeneration an, denn das Wissen um die Shoah ist in diesen Kreisen erschreckend
gering.
Das Buch „Jakob der Lügner“ verfügt im Gegensatz zur neuen Shoah- Aufarbeitung über die
Qualität, sich mit leisen Tönen der „erschlagend“ anmutenden Thematik zu nähern. Ein
Versuch, der nach meiner Auffassung Becker gelungen ist. An diese Feststellung ist die Frage
nach seiner Einstellung zum Judentum geknüpft. Eine Beantwortung erweist sich als
schwierig.
Im letzten Teil der Arbeit setze ich seinen Werdegang bis zu seinem Verlassen der DDR fort.
Die Aufteilung des Textes in die einzelnen Kapitel dient vorrangig dazu, dem Leser eine
Pause zu ermöglichen und das Inhaltsverzeichnis zu rechtfertigen, denn die Kapitel beziehen
sich alle aufeinander und überlappen sich inhaltlich. Es handelt sich also um keinen
chronologischen Abriss.

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