Erweiterte
Suche ›

Jystalla Das Einhorn in der Glaskugel

BAR-Verlag,
Taschenbuch
12,90 € Preisreferenz Nicht in unserem Sortiment

Kurzbeschreibung

Das Einhorn in der Glaskuppel
Mit der Bedeutung, die die Einhornspieluhr einmal in der Zukunft haben würde, hatte meine Mutter nicht gerechnet, als sie mir diese mitten in der Pubertät zum Geburtstag schenkte.
Die Spieluhr war kitschig genug, um mir damals zu gefallen und ist von einer Mystik angehaucht, die mich heute noch verzaubert.
So ist sie nicht in der Flohmarktkiste gelandet, sondern auf meiner neuen Fensterbank in der ersten Studentenwohnung und gehört seitdem zum festen Hausstand.
Als einige Jahre später mein Sohn geboren wurde, hat sie mir in erster Linie gute Dienste beim „zu Bettchen bringen“ erwiesen.
Eigentlich hatte ich zu dieser Zeit - im ersten Lebensjahr meines Sohnes- vor, mein erstes Kinderbuch zu schreiben. Mütter werden jetzt wissend lächeln…
Besagtes Einhorn stand in einer mit Flüssigkeit und mit weißem Flitter gefüllten Glaskuppel und der kleine Sohnemann liebte es, Schneestürme um das Einhorn wirbeln zu lassen, sobald er dazu in der Lage war. Ab dem sechsten Lebensjahr gehörte „Das letzte Einhorn“ längere Zeit ganz selbstverständlich zu seinen absoluten Lieblingsfilmen. Die Spieluhr blieb interessant.
Wieder einige Jahre später stieß das jüngere Schwesterchen die Spieluhr vor lauter Begeisterung um und befreite das Einhorn aus seinem gläsernen Gefängnis.
Das war im ersten Moment zwar ärgerlich, aber entfachte im Nachhinein meine Fantasie.
Dem muskulösen und trotzdem grazilen Körper auf dem Sockel musste Leben eingehaucht werden. Die wilde Schönheit brauchte Energie! Was wäre, wenn das Einhorn plötzlich groß und lebendig wäre - zum Beispiel mitten in einer Großstadt? Was würde mit so einem Wesen passieren? Wer, außer einem Kind, könnte ohne zu viel Realismus das Richtige tun, um mit der Situation umzugehen? In einer Gesellschaft in der materielle Habgier gegen Ehrfurcht und Liebenswürdigkeit antritt.
Obwohl mein Sohn zu diesem Zeitpunkt schon 11 Jahre alt war und Einhörner gegen Orks und Trolle kaum mehr eine Chance hatten, war er begeistert, als ich ihm mitteilte, dass ich eine Geschichte über die Einhornspieluhr für ihn schreiben wollte. Das Ganze war eigentlich als persönliches Geschenk gedacht.
Zu diesem Zeitpunkt war ich aus gesundheitlichen Gründen für mehrere Wochen „stillgelegt“ und mir fiel buchstäblich die Decke auf den Kopf.
Das änderte sich mit dem Beginn der Geschichte. Die Ideen flossen in die Tastatur und aus einer geplanten Kurzgeschichte entwickelte sich ein Roman.
Anfangs kam mein Sohn häufig in mein Zimmer und las während des Schreibens mit. Oder mein Sohn und mein Mann besuchten mich zu einer „Lesung“ am Ende des Tages. Manchmal warf mein Sohn auch Wünsche ein. „Mama, bring Action rein. Da muss was passieren!“, forderte er. Das habe ich gern umgesetzt. Es hat Spaß gemacht, mit unerwarteten Wendungen und undurchsichtigen Personen Spannung zu erzeugen und eine Portion kriminelle Energie beizumischen. Allerdings war mir wichtig, dass die Verherrlichung von Gewaltsituationen keinen Platz in der Geschichte findet. Die Hauptfigur ist auch kein typischer Superheld mit Megakräften, sondern ein sympathischer Junge, der in unangenehme Situationen gerät, denen er auch ein Stück weit ausgesetzt bleibt. Die Entwicklung von Charakterstärke und der schwierige Weg, richtige Entscheidungen zu treffen sind in die Handlung eingebunden.
Etwa ab der Mitte des Romans war ich so im Schreibprozess versunken, dass mich „Zwischenrufe“ aus dem Konzept brachten und ich meinem Sohn Geduld abrang.
Er hat dann das fertige Manuskript innerhalb von zwei Tagen gelesen und war tatsächlich begeistert. Als besonderes Kompliment fasse ich auf, dass er es nun schon dreimal gelesen hat. Das tut er generell nur mit Lieblingsbüchern. Dann hat er das Manuskript an einen seiner besten Freunde verliehen. Dessen Mutter sprach mich an und sagte mir, sie habe Schwierigkeiten gehabt ihren Sohn aus dem Bett zu bekommen, weil er die Geschichte zu Ende lesen wollte.

Details
Schlagworte

Titel: Jystalla Das Einhorn in der Glaskugel
Autoren/Herausgeber: Heidi Wagner, bar-Verlag (Hrsg.)
Ausgabe: Neuausgabe

ISBN/EAN: 9783944515304

Seitenzahl: 170
Format: 19,5 x 12,5 cm
Produktform: Buch
Gewicht: 170 g
Sprache: Deutsch

buchhandel.de - Newsletter
Möchten Sie sich für den Newsletter anmelden?


Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Lieber nicht