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Klinische, endokrine und sonographische Untersuchungen zum Zyklus der ingraviden Stute

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Kurzbeschreibung

Ziel der vorliegenden Arbeit war es zu überprüfen, ob mittels quantitativer Graustufenanalyse eine Objektivierung sonographisch erhobener Befunde des Corpus luteum der Stute und somit Rückschlüsse auf den Zyklusstand möglich sind. Weiter sollte der Zusammenhang zwischen dem Wert der Graustufenanalyse am Gelbkörper und der Plasmakonzentration von Progesteron bzw. Östradiol-17ß und zwischen dem Graustufenwert und der Formation des äußeren Muttermundes ermittelt werden. Schließlich sollte der Zusammenhang zwischen der Plasmakonzentration von Progesteron bzw. Östradiol-17ß und der Formation des Muttermundes überprüft werden. Für die Untersuchungen standen 7 Stuten im Alter von drei bis siebzehn Jahren unterschiedlicher Rassenzugehörigkeit zur Verfügung. Da die Zyklusdauer von Stute zu Stute und von Zyklus zu Zyklus stark differiert, wurden die Zyklen für einen Teil der Auswertung hinsichtlich der Anzahl der in die Auswertung aufgenommenen Tage vereinheitlicht und synchronisiert. Folgende relevante Ergebnisse wurden erzielt: - Die Mittelwerte der Grauwerte von Ovar- und Gelbkörpergewebe unterscheiden sich an den Zyklustagen 5, 10 und 17 statistisch signifikant (p = 0,01). Der Grauwert des Gelbkörpergewebes ändert sich in dieser Zeit, der des Ovargewebes nicht (p = 0,108). Ovar- und Gelbkörpergewebe lassen sich also sicher mittels Graustufenanalyse unterscheiden. - Der Grauwert des equinen Gelbkörpers kann im Verlauf des Zyklus bestimmt werden. Einzelne Messwerte eines Tieres lassen sich jedoch nicht einem bestimmten Zyklusstand zuordnen. - Der Druck, der durch den Untersuchenden bei der sonographischen Untersuchung aufgewendet wird, spielt für das Ergebnis der Grauwertanalyse am equinen Ovar nur eine untergeordnete Rolle, da weder bei einem sehr hohem noch bei sehr niedrigem Druck ein auswertbares Bild erstellt werden kann. Dabei bewirkt eine Verminderung des Druckes die Abnahme der Echogenität, so dass der Gelbkörper nicht mehr eindeutig identifizierbar ist. Bei Erhöhung des Druckes kann das Ovar nicht ausreichend fixiert werden und entgleitet der untersuchenden Hand. - Die Zyklen der einzelnen Stuten variieren in der Länge und in der Zeitdauer der Darstellbarkeit der Corpora lutea. Auch das Erscheinungsbild der Corpora lutea ist mitunter sehr variabel. Dabei können auch die Gelbkörper zweier aufeinanderfolgender Zyklen derselben Stute stark voneinander abweichen. - Bei Änderungen von Größe und Echogenität des Gelbkörpers können nicht zwangsläufig Rückschlüsse auf den Beginn der Luteolyse getroffen werden. - Der Grauwert des equinen Corpus luteum zeigt eine signifikante Steigerung von Tag 1 zu Tag 2 des Zyklus und verringert sich in den folgenden Tagen des Zyklus. Die Veränderungen des Grauwertes über die Zeit sind statistisch signifikant (p = 0,0066). - Der Muttermund der Stute ist während des Östrus relaxiert und im Diöstrus kontrahiert, allerdings mit individueller Ausprägung. - Die Ergebnisse der Korrelationsanalysen ergaben einen statistisch signifikanten positiven Zusammenhang zwischen dem Grauwert des Gelbkörpers und der Plasmaprogesteronkonzentration (r = 0,301, p = 0,006). Ein ebenfalls hoch signifikanter Zusammenhang besteht zwischen der Formation des äußeren Muttermundes und der Plasmaprogesteronkonzentration (rs = 0,7239, p < 0,0001), wobei eine niedrige Plasmaprogesteronkonzentration mit einem schlaffen oder verlaufenden Muttermund, hohe Konzentrationen mit festem, also rosetten- bzw. zapfenförmigem Muttermund korrelieren. - Der Zusammenhang zwischen Progesteron/Östradiol-17ß-Quotienten und der Formation des Muttermundes erwies sich als hoch signifikant (p = 0,005), es korreliert ein niedriger Progesteron/Östradiol-17ß-Quotient mit schlaffem oder verlaufendem Muttermund, ein hoher Progesteron/Östradiol-17ß-Quotient mit rosetten- bzw. zapfenförmigem Muttermund. Es konnte gezeigt werden, dass sich der Gelbkörper der Stute durch sonographische Grauwertanalyse sicher vom umgebenden Ovargewebe differenzieren lässt. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, anhand einzelner im Zyklus erhobener Grauwerte den Zyklusstand der Stute zu ermitteln.

Details
Schlagworte

Titel: Klinische, endokrine und sonographische Untersuchungen zum Zyklus der ingraviden Stute
Autoren/Herausgeber: Sara Laufkötter
Aus der Reihe: Edition Scientifique
Ausgabe: Neuausgabe

ISBN/EAN: 9783835963320

Seitenzahl: 162
Format: 21 x 14,6 cm
Produktform: Buch
Gewicht: 260 g
Sprache: Deutsch

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