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Kommunismus als Religion

Die Intellektuellen und die Oktoberrevolution

Buch
17,80 € Preisreferenz Lieferbar in 5-7 Tagen

Kurzbeschreibung

Die Bolschewiki inspirierte der Glaube – eine Art weltliche Religion – an die Möglichkeit einer radikalen Umgestaltung der rückständigen bäuerlichen Gesellschaft. Von Anfang an erklärten sie der Orthodoxie den unversöhnlichen Krieg, installierten ein System von kommunistischen Riten und betrieben eine effektive Propaganda der Errungenschaften des neuen Regimes. Zentrum des sowjetischen Kultus wurde das Leninmausoleum: dort liegt bis zum heutigen Tag der einbalsamierte Leichnam des toten Parteiführers.
In den dreißiger Jahren kommt es zu seiner Vergöttlichung, wird im Recht die "Schuldvermutung" eingeführt, in der Kunst ein einheitlicher Stil (der Sozialistische Realismus) verordnet und der Sowjetpatriotismus eingepflanzt.
Keine weltliche Religion des 20. Jahrhunderts kann sich in ihrer Anziehungskraft für die Intellektuellen mit der kommunistischen (Raymond Aron nannte sie das "Opium für die Intellektuellen") vergleichen. Die Gründe dieser Verzauberung zu klären ist die wichtigste Aufgabe des Buches. Was am ursprünglichen revolutionären Glauben und seiner Kultur erschien Walter Benjamin, André Gide, Lion Feuchtwanger, Bertolt Brecht und vielen anderen als ungewöhnlich wertvoll und sogar einzigartig?
Mikhail Ryklin zeichnet die Konturen des kommnistischens Glaubens, die Funktionsweise des Kommunismus als Religion nach.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Kommunismus als Religion
Autoren/Herausgeber: Michail Ryklin
Übersetzer: Dirk Uffelmann, Elena Uffelmann
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783458710103
Originaltitel: Kommunizm kak religija. Intellektualy i Oktjabrskaja revolucija
Originalsprache: Russisch

Seitenzahl: 192
Format: 17,8 x 11,2 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 198 g
Sprache: Deutsch

Michail Ryklin, 1948 geboren, arbeitet am Institut für Philosopie an der Akademie der Wissenschaften in Moskau. 2007 erschien der Essay Mit dem Recht des Stärkeren (es 2474), für den er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2007 ausgezeichnet wurde.

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