Erweiterte
Suche ›

Kriegsfurcht und Kampfbereitschaft

Das Augusterlebnis in Freiburg. Eine Studie zum Kriegsbeginn 1914

Klartext,
Buch
39,90 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Die Reaktion der deutschen Öffentlichkeit auf den Beginn des Ersten Weltkriegs wird of vereinfacht dargestellt. Es herrscht das Bild einer furchtlosen, verblendeten Massenbegeisterung für den Waffengang vor, die erst allmählich der Schreckenswahrnehmung und der Ernüchterung gewichen sei. Die vorliegende Fallstudie hinterfragt diese Interpretation. Am Beispiel der Stadt Freiburg werden die sozialhistorischen Auswirkungen der ersten Kriegsmonate und ihre Wahrnehmung durch die zivile Öffentlichkeit untersucht. In Baden wie in anderen Regionen des Reiches lässt sich eine Synchronie von positiv-kriegsbereiten und negativ-kriegsbefürchtenden Gemütslagen feststellen, die sich nicht in einen Gegensatz von Kriegsfurcht sowie individuellem Leiden einerseits und kollektiver Kriegsbegeisterung andererseits pressen lassen. Vielmehr wurden die emotionalen Extreme im Rahmen des öffentlichen Kriegsdiskurses zusammengeführt. Es entstand eine Kriegsstimmung, in der "Begeisterung" nicht blinde Kampfeslust bedeutete, sondern Bereitschaft, den als aufgezwungen empfundenen Konflikt mit Entschlossenheit und in Eintracht zu führen. Bedrückende Erfahrungen wie die Jagd nach Spionen, die Hamsterkäufe oder – als badischer Sonderfall – die Angst vor der französischen Invasion gehören ebenso zum August 1914 wie die Freiwilligmeldungen oder die jubelnden Straßenumzüge. Als solches sind sie Teil des historischen, nicht aber des stilisierten Augusterlebnisses von 1914.

Details
Schlagworte

Titel: Kriegsfurcht und Kampfbereitschaft
Autoren/Herausgeber: Christian Geinitz
Aus der Reihe: Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte - Neue Folge

ISBN/EAN: 9783884745939

Seitenzahl: 480
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 1,067 g
Sprache: Deutsch

buchhandel.de - Newsletter
Möchten Sie sich für den Newsletter anmelden?


Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Lieber nicht