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Lenz Anmerkungen übers Theater

GRIN Verlag,
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Kurzbeschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: gut, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Deutsche Sprache und Literatur II), Veranstaltung: Seminar, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Sturm und Drang, benannt nach dem gleichnamigen.

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Hauptbeschreibung

Titel: Lenz Anmerkungen übers Theater
Autoren/Herausgeber: Susanne Kucharski
Ausgabe: 1., Auflage

ISBN/EAN: 9783638435567

Seitenzahl: 12
Produktform: E-Book
Sprache: Deutsch

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: gut, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Deutsche Sprache und Literatur II), Veranstaltung: Seminar, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Sturm und Drang, benannt nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich Maximilian Klinger aus dem Jahr 1776, ist eine zeitlich kurze literarische Bewegung. Sie beginnt 1770 und endet 17801. Die mehr introvertierte Empfindsamkeit wandelte sich zu extrovertierter Leidenschaft, das Streben nach selbstgenügsamer Entfaltung des inneren Reichtums zum Streben nach kritischer Veränderung der äußeren Verhältnisse. Die „Genieperiode“, wie die Sturm und Drang- Zeit auch genannt wird, wehrte sich gegen eine nur von Zweckmäßigkeit und Vernunftgründen geleitete Lebensführung, die zum Stillstand alles Gefühlsmäßigen führen musste, und stellte einem nur vernünftigen Zweckideal das Recht des Gefühls gegenüber. Anders als die Aufklärung, die dem Menschen die geistigen, seelischen und körperlichen Eigenschaften als gattungshaft zugehörig zusprach, empfand der Sturm und Drang diese als unmittelbaren Ausdruck der Eigentümlichkeit der Person. Das Individuum stand im Vordergrund. Der schöpferische Mensch war das Originalgenie und Kraftgenie, in dem sich die ursprüngliche Wahrheit des Lebens offenbarte. Die Wortfügung „Originalgenie“ verwies auf die Ursprünglichkeit und Unverwechselbarkeit des Genies, die andere, „Kraftgenie“, auf seine schöpferischen Fähigkeiten, die aus seiner Einbindung in die kosmischen Zusammenhänge hervorgehen. Dies ist ein Gedanke, der auf einen zweiten Leitbegriff dieser Zeit führt, die Natur.
Aus ihr gehen unbegrenzte Schaffensakte hervor, sie ist selbst von Kräften durchwaltet, die Teil des allseits wirkenden Lebens sind. Im Gegensatz zur naturwissenschaftlichen Vorstellung der Aufklärung, die alles als Mechanik auffasste, orientierte sich der Sturm und Drang an der Idee organischer Kräfte. Das Zentrum des Genies war sein Herz. In ihm wurde sowohl die organische Grundlage aller Kraftentfaltung, als auch der Ort der Gefühle und wichtigen Charaktereigenschaften wie Tugend, Freiheitsliebe und sinnlich- ästhetische Fähigkeiten gesehen. Fühlen und Handeln wurden höher geschätzt als Denken und Räsonnieren. Gefühle wurden möglichst in Handlungsimpulse übergeleitet.
Das Verständnisvolle, Mitleidige des empfindsamen Gestus wurde abgelehnt, sogar verächtlich abgegrenzt als „Empfindelei“. Herz und Gefühl standen für diese Zeit in Verbindung mit einer starken, tätigen Natur. Trotz dieser anti- rationalen Selbstbestimmung der Stürmer und Dränger entstand keineswegs ein unüberwindlicher und durchgängiger Gegensatz von Rationalität und Irrationalität.

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