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Louise Gottsched - "mit der Feder in der Hand"

Briefe aus den Jahren 1730-1762

von
Buch
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Kurzbeschreibung

Mehr als 200 Briefe aus der Feder Louise Gottscheds lassen für uns die Biographie der gelehrtesten deutschen Frau des 18. Jh., wie Kaiserin Maria Theresia sie einst bezeichnete, lebendig werden. Nach nahezu 225 Jahren liegt mit dieser Neuedition ihrer Briefe ein vergnüglich zu lesendes Buch vor, das uns eindrucksvoll Möglichkeiten und Beschränkungen eines Frauenlebens und einer ganz besonderen Frauenfreundschaft vor dem Hintergrund der Frühaufklärung, einer der kulturgeschichtlich interessantesten Epochen, vor Augen führt. Die Neuausgabe der Briefe enthält eine neue Einleitung sowie Nachwort, Stellenkommentar, Zeittafel und Personenregister.

Details
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Louise Gottsched - "mit der Feder in der Hand"
Autoren/Herausgeber: Inka Kording (Hrsg.)

ISBN/EAN: 9783534137411

Seitenzahl: 393
Format: 22 x 14,8 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 702 g
Sprache: Deutsch

Inka Kording, Jahrgang 1967, studierte in Tübingen und Frankfurt a.M. Germanistik, Rhetorik und Philosophie und war Mitglied im Konstanzer Graduiertenkolleg 'Theorie der Literatur und Kommunikation'. Sie publizierte Beiträge zur Literaturtheorie und zur Literatur des 18. Jahrhunderts. Derzeit arbeitet sie an einer Dissertation zur Briefliteratur der Aufklärung.

Mehr als 200 Briefe aus der Feder Louise Gottscheds lassen für uns die Biographie der gelehrtesten deutschen Frau des 18. Jahrhunderts, wie Kaiserin Maria Theresia sie einst bezeichnete, lebendig werden. Die hochgebildete Schriftstellerin, Übersetzerin und Herausgeberin unterschiedlichster Werke, Vorbild für viele Frauen ihrer Zeit ist der Nachwelt zu Unrecht meist nur als Gattin des berühmten Literaturpapstes und Sprachreformators Johann Christoph Gottsched bekannt.
Ihre Briefe, natürlich, ungekünstelt und häufig von ironisch-witzigem Unterton, richtet sie zunächst von Danzig aus an Gottsched, mit dem sie fünf Jahre verlobt ist. Nach der Hochzeit und dem Umzug nach Leipzig korrespondiert sie mit verschiedenen Adressaten und insbesondere mit ihrer Freundin Dorothee von Runckel in Dresden, zu der sie ein besonders inniges Verhältnis hat und die die Briefe nach Louises Tod 1771/72 auch erstmals publiziert. Es sind politische, kulturgeschichtliche, gesellschaftliche, literarische und persönliche Zeugnisse ersten Ranges. Louise schreibt 'aus der Fülle des Herzens', berichtet etwa vom Polnischen Erbfolgekrieg und dem Siebenjährigen Krieg, von Audienzen bei der Kaiserin und an verschiedenen Fürstenhöfen, von Erholungs- und Bäderreisen, den weitgespannten Projekten ihres Mannes, bespricht literarische Neuerscheinungen, reflektiert über Ehe, Freundschaft, Erziehung, Leben, Tod und die Probleme des Alltags. Mit frappierender Offenheit äußert sie sich selbstbewusst über alles, was sie bewegt und verhehlt dabei nicht ihre Enttäuschung über die doch sehr begrenzten Möglichkeiten, sich als gebildete Frau ihrer Zeit so zu entfalten, wie es den eigenen Fähigkeiten entspräche. Nicht selten wird sie von ihrem Mann zu Hilfsarbeiten auf der 'gelehrten Galeere' herangezogen, etwa zur Beschriftung der Buchrücken sämtlicher Werke seiner Bibliothek, und so ist es denn auch nicht weiter verwunderlich, dass sich zunehmend Lebensüberdruss und Melancholie, ja sogar Todessehnsucht einstellen, die auch die wunderbare Frauenfreundschaft der letzten Lebensjahre nicht aufheben kann.

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