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Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer

Suhrkamp,
Buch
19,80 € Preisreferenz Lieferbar in 5-7 Tagen

Kurzbeschreibung

In einer Gegend, die es "hinter sich hat", ist Meister Flick unter die Arbeitslosen geraten. War er einst bei Havarien im Tagebau der Niederlausitz gefragt, wird er jetzt, mit 60, auf dem Amt vorstellig. Bereitwillig übernimmt er jeden Auftrag: Abfallbeseitigung in den Gruben, Museumswärter und sonstige 1-Euro-Jobs. Wird er nicht vermittelt, beschäftigt er sich selbst und nimmt einem Bautrupp die Schaufeln ab, setzt bestreikte Werkhallen in Gang oder hilft einer Frau beim Sterben. Wurde Flick früher zu Unfällen gerufen, führt er selbst jetzt die Katastrophen herbei. Trotz bester Absicht füllt sich sein Schichtbuch mit seltsamen Einsätzen: Die Arbeitswelt, in der er seinen Platz sucht, gibt es nicht mehr. Begleitet wird er von Luten, seinem Enkel und Gegenpart, der die Arbeit nicht gerade erfunden hat.
Flick von Lauchhammer rennt in 48 Schwänken gegen die globalen Windräder an: ein komisch-philosophisches Schelmenstück in der Welt der "Arbeit nach der Arbeit“, eine moderne Donquichotterie und große und heiter glänzende Literatur.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer
Autoren/Herausgeber: Volker Braun
Ausgabe: 2. Auflage

ISBN/EAN: 9783518420270

Seitenzahl: 221
Format: 20,4 x 12,4 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 360 g
Sprache: Deutsch

Volker Braun wurde 1939 in Dresden geboren. Nachdem er sich nach dem Abitur vergeblich um einen Studienplatz bemüht hatte, arbeitete er von 1957 bis 1960 in einer Druckerei in Dresden, als Tiefbauarbeiter im Kombinat Schwarze Pumpe und absolvierte einen Facharbeiterlehrgang (Maschinist für Tagebaugroßgeräte) im Tagebau Burghammer. Von 1960 bis 1964 studierte er dann Philosophie in Leipzig und zog nach dem Ende des Studiums nach Berlin, wo er bis 1966 als Dramaturg am Berliner Ensemble arbeitete. Nach einigen Jahren am Deutschen Theater Berlin (1972 – 1977) arbeitete er von 1977 bis 1990 erneut am Berliner Ensemble. 1983 wurde Volker Braun Mitglied der Akademie der Künste der DDR, 1993 der (gesamtdeutschen) Akademie der Künste in Berlin. 1996 erfolgte die Aufnahme in die Sächsische Akademie der Künste und in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Im Wintersemester 1999/2000 erhielt er die Brüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel. Von 2006 – 2010 war Volker Braun Direktor der Sektion Literatur der Akademie der Künste. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderen den Büchner-Preis im Jahr 2000. Volker Braun lebt heute in Berlin.

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