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Massenmedien und Strafurteil.

Eine rechtsvergleichende normorientierte Forschung zum Phänomen »mediale Verurteilung«.

Duncker & Humblot,
Buch
35,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Die Arbeit ist ein Beitrag zur Erforschung der Spannungslage zwischen den Massenmedien und dem strafgerichtlichen Urteil, wobei das besondere Phänomen »mediale Verurteilung« in China hauptsächlich aus dem strafrechtlich normorientierten Blickwinkel untersucht und die deutsche Situation rechtsvergleichend herangezogen wird. Die Entstehung und der normative Zustand dieses besonderen Phänomens beziehen sich in groben Zügen auf zwei unterschiedliche Problemfacetten: Bei der äußeren Facette handelt es sich darum, dass die Medienwirkung in justizfremden Druck umgewandelt wird, der sich direkt auf die Justiz auszuwirken vermag. Bei der inneren Facette geht es darum, dass die Medienwirkung selbst als normatives Element bei der konkreten Rechtsanwendung in China rechtsdogmatisch berücksichtigt werden kann. Daher stehen die theoretischen und strafrechtsdogmatischen Analysen zur Frage der Medienwirkung in der Straftatlehre und Strafzumessungslehre im Brennpunkt der Arbeit. Die Untersuchung zur »medialen Verurteilung« bringt ans Licht, dass das Verlangen der Modernisierung des chinesischen Strafrechts die chinesischen Juristen dazu drängt, eine »Renaissance« der formalen Rationalität des Rechts sowohl im Bereich der Rechtsinstitutionen als auch auf dem Gebiet der Rechtskultur zu initiieren.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Massenmedien und Strafurteil.
Autoren/Herausgeber: Qi Xiong
Aus der Reihe: Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht. Reihe I: Interdisziplinäre Forschungen aus Strafrecht und Kriminologie
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783428139453

Seitenzahl: 348
Format: 22,4 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 460 g
Sprache: Deutsch

Qi Xiong wurde 1980 in Wuhan, China, geboren. Er studierte von 1998 bis 2002 an der Universität Wuhan, wo er sein Jurastudium mit dem akademischen Grad »Bachelor of Law« beendete. Von 2003 bis 2005 studierte er an der Universität Heidelberg, wo er 2005 den Titel »Legum Magister« mit der Gesamtnote »sehr gut« erhielt. Ende 2005 begann er sein Promotionsstudium an der Universität Freiburg. 2007 wurde er in die International Max Planck Research School for Comparative Criminal Law des Max-Planck-Instituts für ausländsches und internationales Strafrecht aufgenommen. Seit 2010 ist er als postdoktoraler Forscher und Dozent an der Law School der Universität Wuhan tätig. Seine Kooperationsprofessoren sind Prof. Ma Kechang und Prof. Mo Hongxian aus der Universität Wuhan (China).

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