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Maximilian Kaller - Bischof der wandernden Kirche

Flucht - Vertreibung - Integration - Brückenbau

Aschendorff,
Buch
24,80 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Der Sammelband würdigt das Wirken des ermländischen Bischofs Maximilian Kaller (1880-1947). Zugleich behandelt er die Frage, wie sich die nationalen und internationalen Diskussionen über Zwangsumsiedlungen von Bevölkerungen, die Eingliederung der Vertriebenen in die Aufnahmeländer und das Verhältnis zwischen Opfern und Tätern entwickelt haben.
Für Kallers pastorales Wirken war das ab Ende 1933 entwickelte neuartige Seelsorgemodell der Wandernden Kirche kennzeichnend, das den durch staatliche Binnenwanderung aus ihrer gewohnten Umgebung gerissenen Katholiken weiterhin eine kirchliche Anbindung ermöglichen und sie in einem weiteren Schritt zur religiösen Mündigkeit führen sollte. Zwei Regionalstudien zeigen, welche Impulse von den heimatvertriebenen Katholiken ausgegangen sind und welche seelsorglichen Konzepte für deren Betreuung und Integration maßgebend waren. Weitere Themen sind die NS-Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten im Osten als Vorgeschichte von Flucht und Vertreibung, die deutsch-polnischen Kirchenbeziehungen während des zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit sowie der jüngere, national überformte und von Diktaturen beeinträchtigte geschichtspolitische Diskurs in Deutschland und Polen über Flucht und Vertreibung. Eine Brückenfunktion können von Vertreibungserfahrungen geprägte Bevölkerungsgruppen - die polnischen wie die deutschen Vertriebenen – einnehmen. Ob künftig eine europäische Erinnerung möglich sein wird, entscheidet sich maßgeblich im fortdauernden deutsch-polnischen Dialog.
Dr. Thomas Flammer, geb. 1975, seit 2004 Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für die Geschichte des Bistums Münster (WWU Münster) und Geschäftsführer des Instituts für religiöse Volkskunde in Münster, seit 2005 Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der Universität Kassel.
Dr. Hans-Jürgen Karp, geb. 1935, zuletzt stellv. Direktor des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg, Vorsitzender des Historischen Vereins für Ermland.

Details
Schlagworte
Autor
Hauptbeschreibung

Titel: Maximilian Kaller - Bischof der wandernden Kirche
Autoren/Herausgeber: Thomas Flammer, Hans-Jürgen Karp (Hrsg.)
Aus der Reihe: Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermsland

ISBN/EAN: 9783402157114

Seitenzahl: 215
Format: 24 x 17 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 385 g
Sprache: Deutsch

Dr. Thomas Flammer, geb. 1975, seit 2004 Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für die Geschichte des Bistums Münster (WWU Münster) und Geschäftsführer des Instituts für religiöse Volkskunde in Münster, seit 2005 Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der Universität Kassel.
Dr. Hans-Jürgen Karp, geb. 1935, zuletzt stellv. Direktor des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg, Vorsitzender des Historischen Vereins für Ermland.

Der Sammelband würdigt das Wirken des ermländischen Bischofs Maximilian Kaller (1880-1947). Zugleich behandelt er die Frage, wie sich die nationalen und internationalen Diskussionen über Zwangsumsiedlungen von Bevölkerungen, die Eingliederung der Vertriebenen in die Aufnahmeländer und das Verhältnis zwischen Opfern und Tätern entwickelt haben.
Für Kallers pastorales Wirken war das ab Ende 1933 entwickelte neuartige Seelsorgemodell der Wandernden Kirche kennzeichnend, das den durch staatliche Binnenwanderung aus ihrer gewohnten Umgebung gerissenen Katholiken weiterhin eine kirchliche Anbindung ermöglichen und sie in einem weiteren Schritt zur religiösen Mündigkeit führen sollte. Zwei Regionalstudien zeigen, welche Impulse von den heimatvertriebenen Katholiken ausgegangen sind und welche seelsorglichen Konzepte für deren Betreuung und Integration maßgebend waren. Weitere Themen sind die NS-Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten im Osten als Vorgeschichte von Flucht und Vertreibung, die deutsch-polnischen Kirchenbeziehungen während des zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit sowie der jüngere, national überformte und von Diktaturen beeinträchtigte geschichtspolitische Diskurs in Deutschland und Polen über Flucht und Vertreibung. Eine Brückenfunktion können von Vertreibungserfahrungen geprägte Bevölkerungsgruppen - die polnischen wie die deutschen Vertriebenen – einnehmen. Ob künftig eine europäische Erinnerung möglich sein wird, entscheidet sich maßgeblich im fortdauernden deutsch-polnischen Dialog.

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