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Menschen mit fremden Wurzeln in hybriden Stadtlandschaften

Versuch über Identität und Urbanität im Postfordismus 

Neofelis,
Buch
10,00 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Es wachsen im deutschen massenmedialen Einwanderungsdiskurs ‚Wurzeln‘ heran: Ausländische, fremde, türkische, islamische, afrikanische usw. ‚Wurzeln‘ konstruieren Menschen als Pflanzen. Wer ‚wurzelt‘, steckt fest in seinem/ihrem ‚kulturellen Herkunftsraum‘ und bleibt fremd im ‚neuen Kulturraum‘. In einer nicht mehr zu leugnenden Einwanderungsgesellschaft steht die Wurzel-Metapher zugleich für – widersprüchliche – Auffassungen von Hybridität.
Hybridität spielt auch bei den Ästhetisierungen des Urbanen im Postfordismus eine herausragende Rolle. Städte werden nun vielfach als hybride Stadtlandschaften aufgefasst, in denen sich Strukturen des Urbanen und der Landschaft inklusive partieller Wildnisse miteinander verbinden – eine Entwicklung, die nicht ohne Brüche und soziale Kämpfe verläuft.
Marcus Termeers Essay setzt die genannten Aspekte in Beziehung zueinander, zeichnet historische Verläufe und Transformationen nach und zeigt die performative Kraft der Metaphern. Er widmet sich sozialen Konstruktionen von Fremdheit durch ‚Wurzeln‘ in ökologischen Diskursen, die ‚Pflanzen mit Migrationshintergrund‘ entwerfen und diese in ‚unproblematische Neubürger‘ und zu bekämpfende ‚Integrationsverweigerer‘ unterteilen. Das wiederum spiegelt sich in Überfremdungsdiskursen, in denen Stadtquartiere mit hohen Anteilen ‚sichtbarer Ausländer‘ als bedrohte Ökosysteme imaginiert werden.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Menschen mit fremden Wurzeln in hybriden Stadtlandschaften
Autoren/Herausgeber: Marcus Termeer
Aus der Reihe: Relationen
Ausgabe: Neuausgabe

ISBN/EAN: 9783958080157

Seitenzahl: 124
Format: 19 x 12 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Sprache: Deutsch

Marcus Termeer ist promovierter Soziologe und lebt als freier Autor in Freiburg i. Br. Er veröffentlichte u. a. zu Verkörperungen des Waldes, zu den Verhältnissen von Sicherheitspolitiken, Symbolökonomie und räumlicher Polarisierung in postfordistischen Städten, zur Rolle der (Sub-)Kultur bei der Inwertsetzung und Kontrolle des Urbanen, zur Produktion von Stadt- und Naturräumen im ‚postmaterialistisch‘ erneuerten Kapitalismus und zum Vergnügen als Arbeit und Herausforderung im Postfordismus.

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