Erweiterte
Suche ›

Neue Sachlichkeit und Angestelltenkultur in Irmgard Keuns "Gilgi - eine von uns"

GRIN Verlag,
E-Book ( PDF ohne Kopierschutz )
In Ihrem Land nicht verfügbar

Kurzbeschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ruhr-Universität Bochum (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Neue Frau und Girl, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch

Details
Schlagworte
Hauptbeschreibung

Titel: Neue Sachlichkeit und Angestelltenkultur in Irmgard Keuns "Gilgi - eine von uns"
Autoren/Herausgeber: Julia Flüs
Ausgabe: 1., Auflage

ISBN/EAN: 9783638898591

Seitenzahl: 25
Produktform: E-Book
Sprache: Deutsch

1931 veröffentlichte die Jungautorin Irmgard Keun ihren ersten Roman „Gilgi- eine von uns“. 21 Jahre soll sie zu diesem Zeitpunkt sein, erst sehr viel später wird bekannt, dass sie bereits fünf Jahre älter ist. Auf Anraten Johannes Tralows, ihrem ersten Ehemann, hat sie ihr Geburtsjahr von 1905 auf 1910 verlegt. Nicht die einzige Lüge in ihrem Leben. So sagt sie auch, sie habe für das Manuskript gerade einmal zwei Monate gebraucht, in Wahrheit waren es ca. zwei Jahre. Angeblich sollte der Verlagslektor Wolfgang Krüger den Roman der zu der Zeit noch völlig unbekannten Autorin angenommen, über Nacht gelesen und Keun darauf sofort einen Vorschuss von 400 Mark bewilligt haben.1 Doch selbst wenn die-se kleine Anekdote überspitzt dargestellt sein sollte, so wurde Keun wirklich über Nacht ein Star. Ihr Buch erreichte im ersten Jahr die unglaubliche Auflage von 30000 Exemplaren. „Obwohl in den letzten Jahren der Weimarer Republik die Neue Sachlichkeit als Literaturprogramm nicht mehr anerkannt wurde, orientierten sich viele Schriftsteller – darunter auch Irmgard Keun – weiterhin an den stilistischen Merkmalen dieses Konzepts.“2 Was das für Merkmale sind, da werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch intensiver zurückkommen. Doch eins sei vorab gesagt: Ein Gebot der Neuen Sachlichkeit war die Aktualität, die Romane dieser Strömung waren alle Zeitromane. Außerdem behandelt Keun mit ihren Themenkreisen „Neue Frau“ und „Angestellte“ zwei Topoi, die vor allem die weibliche Leserschaft in der Weimarer Republik außerordentlich ansprachen - nicht umsonst wird Keun ihren Titel „Eine von uns“ genannt haben. Der Roman war für die zeitgenössische Leserschaft also außerordentlich interessant.
1 Vgl. Häntzschel, Hiltrud: Irmgard Keun. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek, 2001, S. 22. (künftig mit „Häntzschel: Keun“ abgekürzt)
2 Rosenstein, Doris: Irmgard Keun. Das Erzählwerk der dreißiger Jahre. Peter Lang. Frankfurt am Main, 1991, S. 9. (künftig mit „Rosenstein: Keun“ abgekürzt)

buchhandel.de - Newsletter
Möchten Sie sich für den Newsletter anmelden?


Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Lieber nicht