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Papas Weihnachtsbaum

Erinnerungen an eine schwierige Zeit

Buch
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Kurzbeschreibung

Über nichts haben die Eltern gesprochen. Nicht über den Krieg an der Westfront, an dem der Vater teilnahm; nicht über den Bombenkrieg, den Großmutter, Mutter und Tochter in Frankfurt überstanden haben, nicht über das Kriegsende, das sie in Idstein/Taunus erlebten, nicht über die Entnazifizierung, nicht über die Nachkriegszeit in Wetzlar, nicht über die Rückkehr nach Frankfurt – auch dreißig Jahre später waren noch alle Fragen, die in der Öffentlichkeit zwischenzeitlich zu heftigen Diskussionen und Bewältigungsarbeit anregten, in diesem Haushalt tabuisiert. Abgehakt, weggesteckt.
Aber die typischen Verhaltensmuster der Kriegs- und Nachkriegszeit waren geblieben: nichts wegwerfen zu können, immer noch zu hamstern, auf Vorrat Lebensmittel zu lagern, die in dieser Menge gar nicht mehr aufgegessen werden konnten. Seelische Verwerfungen waren auch geblieben: das wurde überspielt, zu Hause wurde geschwiegen.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Papas Weihnachtsbaum
Autoren/Herausgeber: Erika Warneke
Ausgabe: 1., Aufl.

ISBN/EAN: 9783897744226

Seitenzahl: 304
Format: 21 x 14 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 449 g
Sprache: Deutsch

Erika Warneke, Jahrgang 1935, hat die Erinnerungen lange in ihrem Gedächtnis gespeichert. Sie wollte über die Zeit des Nationalsozialismus und die Zeit des Wiederaufbaus mehr wissen, studierte Geschichte und Germanistik/Literaturwissenschaft und besuchte Vorlesungen in Politik. Diese Fächer hat sie mehr als dreißig Jahre an einem Hanauer Gymnasium unterrichtet. Seit 1977 wohnt sie, zusammen mit ihrem Mann, in Gettenbach, einem Ortsteil von Gründau, in einem Haus voller Bücher.
Seit ihrer Pensionierung 1997 widmet Erika Warneke sich einem kleinen Literaturkreis und schon länger dem Zusammenhalt der Hobbykünstler aus Gründau und Umgebung im 'Gründauer Kreis'.
Erika Warneke will Mut machen: Man kann nicht nur Erinnerungen an eine schwierige Zeit aufzeichnen, man muss darüber sprechen, so wie jetzt 60 Jahre nach Kriegsende die Generation der Kriegskinder, zu der auch Erika Warneke gehört, das tabuisierte Schweigen bricht und damit erst eine echte Befreiung leistet.

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