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Pragmatik des Vorwurfs in medial inszenierten politischen Debatten. Analyse der Talkshow "Anne Will" vom 25. September 2013

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Kurzbeschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Georg-August-Universität Göttingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im weitesten Sinn mit der Aufarbeitung von Politik im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Deutschland, einem Ort also, an dem eine.

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Hauptbeschreibung

Titel: Pragmatik des Vorwurfs in medial inszenierten politischen Debatten. Analyse der Talkshow "Anne Will" vom 25. September 2013
Autoren/Herausgeber: Christian Rütten
Ausgabe: 1., Auflage

ISBN/EAN: 9783656988120

Seitenzahl: 25
Produktform: E-Book
Sprache: Deutsch

Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Georg-August-Universität Göttingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im weitesten Sinn mit der Aufarbeitung von Politik im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Deutschland, einem Ort also, an dem eine gewisse traditionelle Pädagogik der Republik zu erwarten wäre. „Anne Will“ ist eine Sendung im Ersten öffentlich-rechtlichen Kanal. Mit der gleichnamigen Moderatorin wird in einem Sitzkreis auf bequemen Sofas vor Publikum über gesellschaftspolitische Fragen mit tagespolitischem Einschlag diskutiert.
Die Arbeit bezieht sich auf das Beispiel einer unmittelbar auf die Bundestagswahlen im Jahr 2013 folgende Sendung mit dem Titel „Euro-Kritiker auf dem Vormarsch. Kann Merkel sie kleinhalten?“. Bernd Lucke, dem Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD), dessen Partei 4,7 % der Stimmen gewinnen konnte und so nur knapp den Einzug ins Parlament verpasste, wird darin Rechtspopulismus vorgeworfen. Dieser Vorwurf wird in unterschiedlichen Weisen wiederholt und scheint doch nur abzuprallen. Keines der Argumente scheint sein nahezu hermetisches System zu durchdringen; das Gespräch verläuft in gewohnter Weise konfliktreich und endet ohne Lösung. Wiederum im weitesten Sinn fragt die vorliegende Arbeit: Wozu noch der Vorwurf?
Der Vorwurf ist ohne Zweifel ein beinahe allgegenwärtiges rhetorisches Mittel in der öffentlichen politischen Debatte. Nachdem in der besagten Sendung in gewohnter Weise kein wirkliches Gespräch zustande kommt, verweist der Einsatz des Vorwurfes offensichtlich auf eine zweite Kommunikationsebene, nämlich zwischen dem im TV insgesamt Dargestellten und den ZuschauerInnen. Die Arbeit untersucht jedoch trotzdem zunächst die Debatte als solche, und zwar nach einer Darstellung der Argumentation (Kap. 2), im Hinblick auf die pragmatische Gesprächslogik des Vorwurfs (Kap. 3). Sie bezieht sich dabei insbesondere auf zwei Aufsätze der beiden Philosophen Smart undKenne. Kann eine pragmatische Logik der Kommunikation den Einsatz des Vorwurfs in irgendeiner Weise noch rechtfertigen, oder handelt es sich bereits um einen irrationalen Akt der Verzweiflung, da der Gesprächspartner blockt? Wäre letzteres aber nicht bei der Einladung Hrn. Luckes zu erwarten gewesen? Sind Vorwurf und Pattstellung von vorneherein kalkuliert?

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