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Praktiken der Selbstbestimmung

Zwischen subjektivem Anspruch und institutionellem Funktionserfordernis

von
Buch
39,99 € Preisreferenz Lieferbar ab 05.06.2017

Kurzbeschreibung

Der Sammelband fokussiert die multiplen Inanspruchnahmen eines selbstverantwortlichen, sich und seine Praxis reflektierenden und ‚optimierenden‘ Subjekts sowie die Folgen seiner potenziellen Überforderung, wie sie in den letzten Jahren in einer Vielzahl von Zeitdiagnosen thematisiert worden sind. Diese wachsende Inanspruchnahme resultiert dabei, so die These, aus dem Grundversprechen der Moderne, prinzipiell allen Menschen eine selbstbestimmte, autonome Lebensführung zu ermöglichen, welches offenbar nicht nur ein kulturelles Anspruchsmoment darstellt, sondern zur strukturellen Funktionsvoraussetzungen zentraler Basisinstitutionen westlicher Gegenwartsgesellschaften geworden ist. Mit dem Ziel, ein einheitliches Instrumentarium zur Analyse von Krisendynamiken zu präsentieren, führt der Band auf einmalige Weise empirische Befunde und theoretische Überlegungen zusammen, welche die Beziehungen, Veränderungen und potenziellen Spannungen zwischen (autonomer) Handlungspraxis und institutionellen Handlungsanforderungen in konkreten gesellschaftlichen Teilbereichen und Organisationen thematisieren. Die einzelnen Beiträge beleuchten an je unterschiedlichen Schnittstellen in den Feldern Wohlfahrtsstaat, Politik und Wissenschaft das Ineinandergreifen von Handlungspraxis auf der einen und institutionellem Kontext auf der anderen Seite, um nach Konflikten und Spannungen im Zusammenspiel beider Ebenen sowie deren Bearbeitung zu fragen. So entsteht ein beeindruckendes Gesamtbild gegenwärtiger Krisendynamiken, die sich unter dem Sammelbegriff der Autonomiekrise versammeln lassen. Gemeint sind damit sowohl Krisen auf der Subjektebene als auch organisationale Funktionsstörungen, die auf ein gestörtes Verhältnis zwischen subjektseitigen Autonomieansprüchen und institutionellen Autonomieanforderungen hindeuten.

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Praktiken der Selbstbestimmung
Autoren/Herausgeber: Stefanie Börner, Diana Lindner, Jörg Oberthür, Ulf Bohmann, André Stiegler (Hrsg.)
Ausgabe: 1. Aufl. 2017

ISBN/EAN: 9783658149864

Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 0 g
Sprache: Deutsch

Ulf Bohmann ist Mitarbeiter im DFG-Projekt „Desynchronisierte Gesellschaft? Politische Herausforderungen an den Schnittstellen des Sozialen“ am Arbeitsbereich Allgemeine und Theoretische Soziologie der Universität Jena. Stefanie Börner ist Vertr.-Juniorprofessorin für Makrosoziologie und Europäische Gesellschaften an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Handlungsautonomie in der Spätmoderne“ an der Universität Jena.Diana Lindner ist Mitarbeiterin im VolkswagenStiftungs-Projekt „Aporien der Perfektionierung an der Universität Jena. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Identitätstheorien; Sprachsoziologie und Methoden der empirischen Sozialforschung.Jörg Oberthür ist Mitarbeiter am Arbeitsbereich Allgemeine und Theoretische Soziologie der Universität Jena. Seine Arbeitsgebiete sind Gesellschaftstheorie, Diskurstheorie und Qualitative Sozialforschung.André Stiegler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Handlungsautonomie in der Spätmoderne“ an der Universität Jena.

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