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Realität und Mythos im Werk des Euripides

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Kurzbeschreibung

Anhand sieben ausgewählter Tragödien des Euripides wird herausgearbeitet, ob und inwiefern sich die zeitgenössische Realität in den - im Gegensatz zur Komödie - stets mythischen Handlungen der Dramen ablesen läßt. Dafür wird der Aufführungskontext berücksichtigt und die Entwicklung von Tragödie, Theater, Polis und Dionysosfest parallel untersucht. Danach geht es um Euripides selbst, der lange Zeit als der Polis fernstehend und von geringem Ansehen galt, was hier revidiert wird. Der Hauptteil der Studie gliedert sich in die Hikesie als Thema im Archidamischen Krieg [Beispiele: Herakliden, Andromache, Hiketiden], das Kriegsleid [Beispiel: Troerinnen] sowie den Dekeleisch-Ionischen Krieg mit Athen in der Krise [Beispiele: Ion, Phönizierinnen, Orestes]. Dabei wird deutlich, dass alle Stücke dem aktuellen Zeitgeist entsprungen sind und im Lauf der Zeit der Handlungsort von Athen fortverlegt wird. Zudem zeigt sich in rhetorischer und inhaltlicher Hinsicht eine Nähe zur aktuellen Philosophie, insbesondere zur Sophistik. Insgesamt wird klar, dass die Tragödien einen Beitrag zur politischen Bildung der Athener leisteten und die athenische Mentalität des späten 5. Jhs. spiegeln.
By means of seven selected tragedies by Euripides the author inquires whether and to what extent the contemporaneous reality is found in tragedies always dominated - unlike comedies - by mythical plots. To this purpose the context of performance is considered as are the parallel development of tragedy, theatre, polis, and the feast of Dionysus. Next, Euripides himself is investigated to the result that he can no longer be considered distanced from the polis and of low standing. The main part of the book deals with the hikesia as a topic of the Archidamian War [examples: Herakleidae, Andromache, The Suppliants], the terrors of war [example: The Trojan Women] as well as the Decelean-Ionian War with Athens at crisis [examples: Ion, Phoenician Women, Orestes]. The study reveals that all tragedies are owed to the spirit of their age, their setting moving away from Athens in the course of time. Additionally there is evidence for rhetorical and contextual closeness to contemporaneous philosophy, particularly to Sophism. It becomes quite clear that tragedies made a contribution to the political education of the Athenians and reflect the Athenian mentality of the late 5th century.

Details
Schlagworte

Titel: Realität und Mythos im Werk des Euripides
Autoren/Herausgeber: Bernadette Esch
Aus der Reihe: Osnabrücker Forschungen zu Altertum und Antike-Rezeption
Ausgabe: 1., Aufl.

ISBN/EAN: 9783896467423

Seitenzahl: 268
Format: 29,7 x 21 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 1,130 g
Sprache: Englisch, Deutsch

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