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Shoah-Erinnerung und Restitution

Die US-Geschichtspolitik am Ende des 20. Jahrhunderts

Buch
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Kurzbeschreibung

Das Ende der bipolaren Weltordnung brachte einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel in der Auseinandersetzung mit den materiellen Folgen des Nationalsozialismus mit sich. Unter dem Schlagwort des unfinished business wurden in den 1990er Jahren sowohl entschädigungs- wie auch restitutionspolitische Defizite der Nachkriegszeit thematisiert und ihre materielle und moralische Klärung gefordert.
Die Geschichtspolitik der USA, die sich im Zeichen jüdischer Forderungen nach Restitution in Osteuropa entwickelte und deren Träger vor allem die Clinton-Administration war, hat in diesem Prozess eine zentrale Rolle gespielt. Programmatisch ging sie über eine einfache materielle Klärung offener Fälle hinaus. Die Clinton-Regierung initiierte eine Crusade for Justice, die die großen restitutionspolitischen Erzählungen der Nachkriegszeit delegitimierte. Dadurch wurden nicht allein tradierte Geschichtsbilder in Frage gestellt, sondern es kam in diesem Prozess auch zu einer Transformation der Holocaust-Erinnerung. Die Shoah wurde zum Angelpunkt eines neuen Erinnerungs-Narrativs, das sich auf das Selbstverständnis der gesamten westlichen Welt auswirkte.

Details
Schlagworte

Titel: Shoah-Erinnerung und Restitution
Autoren/Herausgeber: Jan Surmann
Aus der Reihe: Transatlantische Historische Studien
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783515101578

Seitenzahl: 302
Format: 22,8 x 15,5 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Gewicht: 557 g
Sprache: Deutsch

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