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Skizzen über den Totalitarismus

Buch
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Kurzbeschreibung

Der Band versammelt die vier Schlüsseltexte des bedeutenden polnisch-jüdischen Soziologen Aleksander Hertz (1895-1983).

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Hauptbeschreibung

Titel: Skizzen über den Totalitarismus
Autoren/Herausgeber: Aleksander Hertz, Torsten Lorenz, Katarzyna Stoklosa (Hrsg.)
Aus der Reihe: Wege der Totalitarismusforschung
Ausgabe: 1. Auflage

ISBN/EAN: 9783525310243

Seitenzahl: 261
Format: 24,5 x 17 cm
Produktform: Hardcover/Gebunden
Sprache: Deutsch

Dr. Torsten Lorenz ist DAAD-Langzeitdozent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Karls-Universität Prag. Dr. Katarzyna Stokłosa ist Associate professor am Department of Border Region Studies an der Süddänischen Universität in Sønderborg.

Das Buch versammelt vier Schlüsselaufsätze des polnisch-jüdischen Soziologen Aleksander Hertz (1895-1983) aus den 1930er Jahren über die neuen Diktaturen im zeitgenössischen Europa. Zwei der Aufsätze erscheinen erstmalig in deutscher Übersetzung, drei werden erstmals einem breiteren Leserkreis zugänglich gemacht. Den Aufsätzen ist eine Einleitung vorangestellt, die den Verfasser Aleksander Hertz vorstellt, seine Arbeiten analysiert und in den Kontext der Faschismus- und Totalitarismusforschung einordnet. Aleksander Hertz war ein überaus produktiver Vertreter der seinerzeit noch jungen Soziologie und erwuchs zum bedeutendsten Vertreter der Faschismus- und Totalitarismusforschung im Polen der 1930er Jahre. In seinen Arbeiten griff er die Herrschaftsoziologie Max Webers und die Elitentheorie Vilfredo Paretos auf und analysierte auf ihrer Grundlage den deutschen Nationalsozialismus und den italienischen Faschismus. Vergleiche mit Stalins Herrschaft in der Sowjetunion unterstreichen Hertz’ breiten wissenschaftlichen Horizont. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft blieb Hertz in Polen eine wissenschaftliche Karriere versagt; seine Arbeiten gerieten aufgrund des Zweiten Weltkriegs bald in Vergessenheit. Der deutsche Überfall auf Polen zwang Hertz in die Emigration in die USA, wo er die zweite Hälfte seines gleichwohl erfüllten Lebens verbrachte. Im kommunistischen Polen wurden seine Arbeiten aufgrund ihres politischen Inhalts und der Schwierigkeit, politische Soziologie zu betreiben, nicht wiederaufgelegt und zirkulierten nur unter der Hand in studentischen Kreisen. Erst Ende der 1980er Jahre konnte ein Buch von Hertz über die jüdisch-polnischen Beziehungen erscheinen. Die hier vorgelegten Arbeiten von Aleksander Hertz sind den Grundlagen totalitärer Herrschaft in Form von militarisierten Parteien, 'Führer' und Führergefolgschaft gewidmet und stellen – wie eine publizistische Kontroverse dreier Historiker bzw. Soziologen aus dem Jahre 2010 belegt – auch heute noch lesenswerte Beiträge zum nach wie vor aktuellen Thema der Faschismus- und Totalitarismusforschung dar.

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