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Thüringer Wanderbuch 1894 - Band 6 [von 8]

Maienfahrt zum Gabelbache – Suhl – Frauenwald – Schmiedefeld – Schleusingen – Auf dem Stutenhause – Kloster Veßra – Hildburghausen – Die Gleichberge – Dunkelgraf von Eishausen – Römhild – Veste Heldburg – Veste Coburg

Verlag Rockstuhl,
Buch
19,95 € Preisreferenz Lieferbar in 2-3 Tagen

Kurzbeschreibung

Broschur, 330 Seiten, altdeutsche Schrift, Reprint der 1. Auflage 1896 - J.C.C.Bruns’ Verlag, Minden i.W. durch den Verlag Rockstuhl 2012.
Inhalt
Eine Maienfahrt zum Gabelbache
Durch´s Schortethal nach Frauenwald
Schmiedefeld
Auf dem Stutenhause
Suhl
Schleusingen
Kloster Veßra
Hildburghausen: Der Dunkelgraf von Eishausen
Die Gleichberge
Römhild
Ruine Straufhain
Veste Heldburg
Im Bannkreise der „Fränkischen Krone“:
Die Veste Koburg
Schloß Rosenau
Neuseß, der Musensitz Rüderts
Auf dem Kallenberge
Kloster Sonnefeld
Vorwort
Der bisher erschienenen Reihenfolge meines „Thüringer Wanderbuches“ schließe ich hiermit den sechsten Band an. Wer sich mir darinnen zum Weggenossen macht, den geleite ich aus dem Ilmthale quer über den Rennstieg, hier hinab zum deutschen Damaskus Suhl, dort zum einstigen Herrensitze der Henneberger, der malerischen Bertholdsburg, um dann, der Schleuse folgend, das Werrathal zu gewinnen und durch den alten Grabfeldgau hinab zur schimmernden Koburg zu wandern.
Im buntfarbigen Spiele ziehen dabei die Bilder wechselnd vorüber: Waldwildnis mit leis rauschenden Quellen und schwankenden Baumkronen, verwaiste Fürstensitze und zerbrochene Klosterpracht. Wir wandeln einsam zwischen dem Riesensteinmal eines unbekannten, verschollenen Wolfes, träumen im Banne verschlafener Burgen und blicken von den Zinnen stolzer Schlösser weit hinaus über das sonnenbeglänzte Land, das zwischen Thüringer Wald, Rhön und den leuchtenden Höhen des Mainthales duftumflossen sich breitet. Manch einsame Stunde Weges ist uns da bescheert. Denn wer durch das stille Gelände des Grabfeldgaues zieht, ist mit sich und den Erinnerungen, die ihn hier umwehen, allein. Dem echten Wanderpoeten wird das aber doppelter Genuß bedeuten. Und dann lockt ihn als das Endziel die Fränkische Krone, der köstliche, weite Garten mit feinen Schlössern und Wäldern, feinen Kapellen, Dörfern und Fluren, durch welche die Flüssen aufblitzend sacht dahingehen; jene lachende Landschaft, wie sie sich in gesegneter und gepriesener Schönheit, so weit das Auge reicht, rings um die thronende Veste Koburg spannt. Das ist dann ein Trunk wie goldflüssiger, edler Wein. –
Auch diesem neuen Wanderbuche kann ich nur den Wunsch mit auf den Weg geben, daß es dem Thüringer Lande neue, begeisterte Freunde gewinnen möge, die mit offenen Augen und warmen Herzen sich Dessen freuen, was die thüringer Heimath an Schätzen und Schönheit birgt.
Waltershausen, im März 1896

Details
Schlagworte
Autor

Titel: Thüringer Wanderbuch 1894 - Band 6 [von 8]
Autoren/Herausgeber: August Trinius
Weitere Mitwirkende: Harald Rockstuhl
Aus der Reihe: Thüringer Wanderbuch von August Trinius
Ausgabe: 1., Reprintauflage 1896 |2012

ISBN/EAN: 9783867773096

Seitenzahl: 330
Format: 21 x 14,8 cm
Produktform: Taschenbuch/Softcover
Gewicht: 434 g
Sprache: Deutsch

August Trinius, der Wanderschriftsteller, wurde am 31. Juli 1851 in Schkeuditz geboren und starb am 2. April 1919 im Thüringischen Waltershausen. Sein eigentlicher Name war Carl Freiherr von Küster.Nach seiner Schulzeit und einer Lehre zum Kaufmann arbeitete er als Buchhalter in Berlin. Hier verfasste Reiseberichte über Berlin und der Mark Brandenburg, welche unter anderem in der Berliner Zeitung veröffentlicht wurden.Ab 1883 verdiente er als Schriftsteller vollends seinen Lebensunterhalt. Die ersten Buchveröffentlichungen waren seine vier Bände über die „Allgemeine Geschichte der Eini-gungskriege“, deren Herausgabe 1883 mit „Geschichte des Krieges gegen Dänemark 1864“ begann. Es folgten 1886 „Geschichte des Krieges gegen Östereich und der Mainfeldzug 1866 sowie 1887 „Geschichte des Krieges gegen Frankreich 1870–71“. Parallel dazu erschien 1884 der erste Band seiner „Märkischen Streifzüge“, es folgte Band 2 im Jahr 1885 und Band 3 im Jahr 1887. Schon 1886 begann er mit dem ersten Band eine acht Bände umfassende Reihe mit dem „Thüringer Wanderbuch“, welche im Jahr 1902 vollendet war.1890 lies er sich in Waltershausen nieder und wohnte dort bis zu seinem Lebensende. Von hier aus bereiste er die Welt und vor allem Deutschland. Es folgten Bücher über deutsche Landschaften, wie die Vogesen, die Stadt Hamburg, die Umgebung von Rhein und Mosel. Schwerpunkt blieb Thüringen. Standartwerke dabei waren bald solche Bücher wie „Durchs Saaletal“, „Durchs Unstruttal“, „Durchs Werratal“ und „Durch’s Moselthal“. Es entstanden allein über 30 Publikationen über den Thüringer Wald, besonders den Rennsteig.Als August Trinius 1919 in Waltershausen starb, war er wohl einer der bekanntesten Reiseschriftsteller Deutschlands. 1921 wurde anläßlich der Gründung des „Bundes der Thüringer Berg-, Burg- und Waldgemeinden“ ein Grabdenkmal enthüllt, welches heute noch besucht werden kann. Jener Verein wurde 2001 mit einer Feierstunde am Grab von Trinius aus Anlaß von dessen 150. Geburtstag wiedergegründet. Im gleichen Jahr erschien, herausgegeben vom Waltershäuser Geschichtsverein, eine bibliographische Arbeit von Thomas Klein, welches heute als Standartwerk der Triniusforschung gilt.

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